Mit Haltung führen
Shownotes
Führen ist heute eine besondere Herausforderung: Hohe Erwartungen in Beruf und Familie, wachsender Veränderungsdruck und die Dynamik der digitalen Welt verlangen Führungskräften viel ab. Umso wichtiger ist eine innere Haltung, die Orientierung gibt und wirksames Handeln ermöglicht.
In dieser Podcastfolge sind wir vor Ort im Kloster Beuerberg und sprechen mit Andreas Käter und Christina Kuby über das Seminar „Führung mit Haltung: Die innere Stärkung wirksamer Führung“ des Kreisbildungswerks Bad Tölz-Wolfratshausen. Dabei handelt es sich um ein Angebot der "Werteorientierten Führungsakademie", die Andreas Käter und Christina Kuby gemeinsam gegründet haben und leiten.
Beide berichten im Podcast, wie die Seminaridee entstanden ist, zeigen die generelle Bedeutung werteorientierter Führung auf und beantworten die Frage, wie Führungskräfte auch in Zeiten des Umbruchs resilient und handlungsfähig bleiben. Das Seminarprogramm wird ebenfalls vorgestellt.
Das Seminarwochenende „Führung mit Haltung: Die innere Stärkung wirksamer Führung“ findet vom 24. bis 26. Juli im Kloster Beuerberg statt. Weitere Informationen und Anmeldung über das Kreisbildungswerk.
Transkript anzeigen
00:00:01: Führen ist eine Herausforderung.
00:00:14: Die Erwartungen an Menschen, die Verantwortung in Beruf und Familie tragen sind seit jeher hoch!
00:00:22: Und die Digitalisierung unserer Lebenswelt tut ihr Übriges – mehr Tempo ist gefordert alles muss irgendwie schneller gehen.
00:00:31: Da stellt sich für Menschen in Führungsverantwortung die Frage nach einem Werkzeugkasten, mit dessen Hilfe man in der Spur bleibt und mit dem man mitten im Wandel handlungsfähig, resilient und wirksam bleibt.
00:00:46: Das Kreisbildungswerk Bad Tölz-Wolfratshausen hat so einen Werkzeug-Kasten für Führungskräfte im Programm.
00:00:54: Am letzten Juli-Wochenende findet Im Kloster Beuerberg im Rahmen der werteorientierten Führungenakademie Das Seminar Führung mit Haltung, die innere Stärkung wirksamer Führungen statt.
00:01:07: Kreisbildungswerk-Geschäftsführer Andreas Käther und Christina Kubi haben das Seminar gemeinsam konzipiert – beide sind Gründer und Leiter der Werteorientierten Führungsakademie.
00:01:19: Ich bin Paul Hasel und bin jetzt zu Gast im Kloster Beuerberg bei Andreas Käter und Christina Kubi und möchte von beiden erfahren Wie die Idee für dieses Wertepassierte Führungsseminar entstanden ist, wieso innere Haltung beim Führen wichtig ist und natürlich was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Wochenende alles erwartet.
00:01:43: schon seit nineteenhundert und neunzig Geschäftsführer des Kreisbildungswerkes hier, aber auch schon lange aktiv im Management Coaching und bei der Begleitung von Führungskräften.
00:02:00: Wie kam das denn zu dieser Leidenschaft?
00:02:02: Von Ihnen kam es durch die Aufgabe hier im Kreis Bildungswerk.
00:02:05: was hat sie da angetrieben?
00:02:08: Ja natürlich einmal hier die Bildungsarbeit, die natürlich hier sehr ländlich geprägt ist und dadurch dass viele Klöster Hier in unserem Einzugsbereich liegen, habe ich natürlich sehr früh schon auch Kontakt gehabt.
00:02:23: In Benedikt Beuern ein Teil meiner Ausbildung auch genossen und ja sehr viel geschätzt welche klösterliche Traditionen wie die sich auswirkt?
00:02:35: Auch in der Arbeit mit Menschen.
00:02:37: wenn sie hier führen dann ist es ja auch vielfältig.
00:02:39: Sie haben hauptamtlichen Mitarbeiter sind die Referenten dafür Die Veranstaltungen Ehrenamt kommt sicher auch vor.
00:02:46: Sehen Sie das all die Jahre als Bereicherung, dass sich so vielfältig auch führen dürfen?
00:02:51: Ja, Führung könnte man sagen ist ja einfach in der Theorie.
00:02:57: Man lernt sehr viel und sehr schnell in Richtung Techniken.
00:03:01: Das habe ich natürlich auch genießen dürfen und auch selber viel angewendet.
00:03:06: Im Alltag ist meine Erfahrung über die Jahre nicht leicht Und ich glaube da setzen wir auch mit unserer Arbeit an, dass wir sehr konkret und sehr tief einsteigen in die Alltagssituation von Menschen.
00:03:20: Bei Ihrem Selbstverständnis als Führungskraft sind mir zwei Dinge aufgefallen.
00:03:25: Sie sagen erstens wer Bewegungen will braucht einen inneren Kompass.
00:03:30: Wie sieht der aus?
00:03:31: der innere Kompasse bei Ihnen?
00:03:33: Mein persönlicher innerer Kompass ist natürlich einmal geprägt durch ein Werteverständnis, was mir selber wichtig ist im Leben und insbesondere auch im Umgang mit Menschen.
00:03:45: Und mit einer fantastischen Arbeit, wofür ich verantwortlich bin, nämlich wertorientierte Bildungsarbeit.
00:03:53: also die Fragestellung – Was suchen Menschen heute in dieser doch sehr verrückten Welt?
00:04:00: Wo wir uns immer im Äußeren sehr schnell natürlich bewegen?
00:04:04: und dabei auch die Fragestellung, wer bin ich?
00:04:08: Und wie möchte ich führen.
00:04:09: Das ist eine Frage, die mich begleitet und immer begleitete hat.
00:04:14: Nach welchen Werten möchte ich mich ausrichten?
00:04:18: Christliche Werte – wie aber auch ein Verständnis von Gemeinschaft oder Familie haben mich dabei immer sehr geprägt!
00:04:26: Und die zweite Sache, die mir bei Ihrem Führungsverständnis aufgefallen ist.
00:04:29: Ist der Punkt dass Sie sagen wichtig isst Humor!
00:04:33: Wie kommt sie darauf?
00:04:35: Ja
00:04:36: bzw.
00:04:36: Sie sagen über sich selbst sie seien humorvoll.
00:04:40: Die Selbstwahrnehmung ist natürlich da, wie es andere wahrnehmen.
00:04:44: Das kann auch anders gesehen werden aber ich glaube Humor hilft einen bei innen Situationen die vielleicht schwieriger sind nicht alles so ernst zu nehmen wie es scheint oder auch in schwierigen Situationen nicht gleichso zu eskalieren dass eine Schärfer rein kommt und über sich selber lachen können.
00:05:07: Und vielleicht auch mal einen Spaß machen, glaube ich tut einem in der heutigen Zeit sehr gut und das versuche ich zu pflegen.
00:05:15: Frau Kubi ihr Weg war jetzt etwas ein anderer als bei Herrn Käthers.
00:05:19: Sie sind recht jung in Führungsverantwortung gekommen.
00:05:23: Vielleicht könnte man sagen auch ins kalte Wasser ein Stück weit geworfen worden.
00:05:27: wie kann so was sein?
00:05:28: Wie kann man sozusagen unkontrolliert Führungen bekommen.
00:05:32: Also ich bin tatsächlich recht jung in Führungsverantwortung gekommen, aber ich sehe Verantwortung immer von zwei Seiten.
00:05:38: also das eine ist die Verantwortung zu bekommen.
00:05:41: es bringt ja schon einmal ein gewisses Grundvertrauen voraus aber eine Verantwortung auch zu nehmen.
00:05:46: also sozusagen ich trau mir das zu diese Verantwortung zu übernehmen.
00:05:50: Ja das sind diese zwei Aspekte.
00:05:51: das hat bei mir glaube ich ganz gut geklappt.
00:05:53: Ich habe ohne Scheu oder Angst geführt War sicher mutig in den meisten Bereichen, das liegt auch daran dass ich eine kämpferische Natur bin.
00:06:02: Also wenn ich für was kämpfe, ich setze mich für die Dinge oder für Menschen auch gerne ein oder Dinge an die ich glaube.
00:06:08: Bei mir hat es den Ursprung ein bisschen im Intuitiven.
00:06:12: Es war mehr eine intuitive Führung.
00:06:14: Ich habe mir schon überlegt wie will ich auch führen?
00:06:17: Aber das alles auf eine intuitive, ich würde schon fast sagen natürliche Art und Weise.
00:06:22: ob das jetzt der Erfolgsschlüssel für eine gute Führungskraft ist.
00:06:26: Das müssen meine damaligen Chefs beurteilen, aber ich würde auf jeden Fall sagen, dass es eine erfolgreiche oder unter den Maßstäben erfolgreichere Führungen
00:06:35: war.".
00:06:36: Stichwort Intuition – Sie sind eine Frau?
00:06:39: Machen Frauen das dann anders als Männer?
00:06:42: würden sie sagen aus ihrer bisherigen Erfahrung heraus?
00:06:44: Spielt das eine Rolle?
00:06:46: Also, dass ich angefangen habe zu arbeiten ist ja schon für um zwanzig Jahre her.
00:06:49: Da war sicher das Thema Frau in Führungsfunktion noch ein anderes als heute.
00:06:56: Aber tatsächlich denke ich schon, dass Intuition etwas ist, das man vor allem Frauen zuspricht.
00:07:03: aber das heißt ja nicht, dass es Männer nichts haben.
00:07:07: Dennoch ist es gut, das auf jeden Fall einzusetzen in der Führung Mit einem gewissen Maß natürlich an Professionalität.
00:07:14: Ich kann nicht alles aus meinem Bauch heraus entscheiden, der Kopf spielt auch eine große Rolle und das Herz auch.
00:07:19: Also ich glaube es ist das Zusammenspiel aus allem Und wenn ich fachlich auch noch kompetent bin dann passt das glaube ich perfekt und das kann einen Mann genauso wie eine Frau und umgekehrt.
00:07:27: Was würden Sie sagen ist das Wichtigste was sie also aus dieser frühen Zeit mitgenommen haben?
00:07:33: Der Herr Keter hat vorhin schon den Humor oder Sie haben den Humour angesprochen.
00:07:36: also ich glaube Das geht für mich ein bisschen einher mit Leichtigkeit.
00:07:41: Ja, ich muss meine Ziele erfüllen.
00:07:43: Ich muss unternehmerische Ziele erfüllen!
00:07:45: Ich möchte persönliche Ziele empfehlen.
00:07:48: Ich möchte mit meinen Mitarbeitern gut umgehen und gleichzeitig wenn ich das Ganze mit einer gewissen Leichtigkeit mache glaube ich kann ich erfolgreicher sein.
00:07:58: Das geht diese Leichtigheit da.
00:08:00: reinzubringen ist ein Weg.
00:08:04: Zwingend natürlich, aber da kann man hinfinden.
00:08:07: Ich glaube die steckt in fast jeden von uns und da ist es wichtig darauf zu kommen.
00:08:12: was sind denn die Werte auf die ich mich berufen kann?
00:08:15: Was schaffe ich denn dass das mir wieder eine gewisse Leichtigkeit in meiner Führungsaufgabe bringt?
00:08:21: Ihr Leben hat sich dann verändert wie das so ist.
00:08:23: Man gründet einer Familie hat Kinder und sie haben sich dann entschlossen den Trubel im Medienmanagement so verlassen und sich selbstständig zu machen und haben sich dann zum Coach weitergebildet.
00:08:35: Vielleicht können wir das kurz erklären, in welche Richtung Sie da gegangen sind?
00:08:40: Einer meiner einschneidensten Momente war tatsächlich am Höhepunkt meiner Karriere die plötzliche Elternzeit.
00:08:49: Plötzlich kommt sie nicht mehr wieder ein bisschen darauf vorbereitet.
00:08:51: aber ich war nicht darauf vorbereitete dass ich plötzlich keine Visitenkarte mehr hatte auf der hundert schöne Titel drauf standen.
00:08:59: Also die große Frage, wer bin ich jetzt eigentlich?
00:09:03: Wenn da nicht mehr die Titel stehen... Das ist Führung hat ja oft auch wir werden teilweise schön geblendet mit Titeln und Macht, mit Anerkennung.
00:09:14: Und wenn das plötzlich in der Form wegfällt, rüttelt so ein bisschen das eigene Gefüge noch mal durcheinander.
00:09:22: Und das war der Moment, wo ich dann für mich gesagt habe, okay mein Belohnungssystem funktioniert nicht mehr so in der Form.
00:09:29: Das sehe ich!
00:09:30: Ich muss das noch einmal neu ausrichten und meinen eigenen Kompass neu kalibrieren.
00:09:34: Ja, ich weiß, wer ist da?
00:09:36: Ich weiß, wo der Nordstern ist aber ich kalibrier mal... Das war der Moment, wo ich gesagt habe okay es wäre tatsächlich passend zu meiner Vergangenheit im Management dass ich das intuitive jetzt auf eine andere Ebene hole und hab dann eine Ausbildung zum systemischen Business Coach gemacht.
00:09:54: Sie machen ja auch Erfahrungen zu Hause.
00:09:55: man sagt das hier oft Stichwort Familienmanagement.
00:09:59: ist es so dass man davon auch profitiert?
00:10:02: gibt's da so ne Wechselwirkung auch?
00:10:04: Dass sie sagen ich habe als Mutter für diesen Bereich nochmal dazugelernt?
00:10:09: Das ist eine super Frage, weil ich mir da tatsächlich oft Gedanken dazu mache.
00:10:15: Also im Grunde genommen habe ich vier kleine Mitarbeiter zu Hause die alle starke Befindlichkeiten haben und mehr oder weniger angepasste Strategien haben, ihre Befindlichkeiten auch zu kommunizieren.
00:10:25: Das heißt ich muss jeden Tag mit Befindlichkeit meiner Kinder umgehen – auch meine persönlichen, die dürfen wir nicht auf der Strecke bleiben, die meines Mannes auch nicht!
00:10:34: Und gleichzeitig brasseln lauter unvorhergessene Dinge ein.
00:10:38: Ich denke, der Tag ist geplant und plötzlich passiert etwas und er ist es doch nicht.
00:10:42: Also ich finde das ist total nah dran an dem was einem in einem Unternehmen unterkommt schnelle, flexible Unterdruck mit Menschen zusammen zu sein.
00:10:56: Das hat totale Parallelen und es macht richtig Spaß.
00:10:59: aber bitte nicht falsch verstehen dass ich meine Familie als Unternehmen betrachte.
00:11:03: Nein das ist es nicht, aber es hat definitiv sehr große Parallel.
00:11:07: Herr Kette die Frau Kubisch brach gerade von Befindlichkeiten.
00:11:10: Wie sind denn jetzt hier die Befindlichkeit und welche Erfahrungen haben Sie da gemacht?
00:11:14: von Führungskräften hier im ländlichen Raum.
00:11:16: Wir haben ja auch schon gesagt, eingangs klar das Kreisbildungswerk ist eine Einrichtung im lndlichen Raum.
00:11:23: also was ist da schon Grund gelegt dass Sie sagen Da können wir jetzt weiterhelfen.
00:11:27: in der werteorientierten Führungsakademie Ist es anders zum Beispiel als in der Stadt?
00:11:32: Von was gehen sie da überhaupt aus?
00:11:34: Ja die Unternehmenslandschaft glaube ich ist so unterschiedlich wie auch Führungen sich darstellt in Organisation und den Unternehmen.
00:11:44: Wir hier in der Region natürlich eine Anzahl von Familien oder Inhaber geführten Unternehmen haben, die eine lange Tradition und Grundverständnis haben zum Thema Werte.
00:11:57: Was ist ihnen wichtig?
00:11:58: Ich glaube sogar auch mit Mitarbeitern nochmal einen anderen Umgang pflegen oder auch eine andere Wertigkeit haben Ob in der Stadt oder in anderen Bereichen, die außerhalb von Handwerk und kleinen oder mittelständischen Unternehmen liegt.
00:12:14: Ich glaube sie sind sehr stark vom Außen-Vermarkt getrieben.
00:12:18: Sehr stark auch natürlich von den Zielvorgaben vorgegeben sind.
00:12:24: Und natürlich, wenn wir über das Thema Wertorientierung reden wie ist die Kultur in der Organisation und wie erlebe ich sie auch in Führung?
00:12:35: Wir reden ja bei der Führungsakademie um das Fördern und Weiterentwickeln junger Führerskräfte nachwuchskräfte oder Nachwuchstalente, wie habe ich es erlebt bei meinem Vorgänger oder meiner Vorgängeringen?
00:12:51: Was ist mir selber wichtig und komme ich auch dazu, mir darüber Gedanken zu machen.
00:12:57: Und wird mir dieser Raum oder dieser Rahmen auch
00:13:00: gegeben?".
00:13:01: Bei der Führungsakademie nutzen Sie dann für diese Werteorientierung die vier Kardinaltugenden – Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und das rechte Maß.
00:13:11: Als ich darüber nachgedacht habe, ist mir als erstes eingefallen Davon habe ich zuletzt Ende der Achtzigerjahre bei mir im Religionsunterricht etwas gehört.
00:13:20: Klingt für mich sehr theoretisch, diese Ansatz können Sie denen etwas mit Leben erfüllen?
00:13:25: Wie vermitteln sie so etwas?
00:13:27: doch recht abstraktes?
00:13:29: zumindest auf den ersten Blick erscheint es so?
00:13:31: Ja die Frage mache ich sehr gerne weil sie mir oft gestellt wird und diese Begriffe klingen wirklich altmodisch und vielleicht auch etwas verstaubt, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, rechtes Maß.
00:13:46: Da denkt man nicht sofort an einen ganz normalen Führungsalltag und wie dort diese Haltung vielleicht auch zu integrieren sind.
00:13:56: aber ehrlich gesagt ich glaube genau da gehören sie hin in den Führungalltag.
00:14:01: also klugheit heißt für mich zum beispiel nicht so fort reagieren vielleicht nicht gleich reflexhaft entscheiden, vielleicht noch mal genauer hinschauen.
00:14:14: Also etwas was man erlebt wenn man zum Beispiel in Führung spürt ein Mitarbeiter oder einen Team liefert nicht dann kann ich natürlich Druck machen sofort und an die Ziele erinnern.
00:14:28: oder ich halte vielleicht Moment inne und stelle mir die Frage was ist eigentlich wirklich los?
00:14:35: Woran fehlt es?
00:14:36: An Orientierung oder an Klarheit, an Leistung oder vielleicht auch Priorität.
00:14:43: Und das ist glaube ich Klugheit im alltäglichen Anwenden nämlich nicht schnell entscheiden sondern vielleicht besser sehen.
00:14:53: Das ist eine Führungsakademie.
00:14:54: Frau Kubi haben wir gerade gehört vor allem solle sein für jungen Nachwuchskräfte weil sie selber jetzt ja auch eher noch zu den Jüngeren gehören.
00:15:03: Hat sie das auch animiert, mitzumachen?
00:15:05: Der Herr Kette muss ja irgendwie überredet haben oder...
00:15:09: Wir haben uns tatsächlich auf dem Weg zwischen Herrn Kehter seinem Büro und meinem Zuhause getroffen.
00:15:15: Und genauso haben wir uns auch bei dem Thema in der Mitte getroffen und kennengelernt, dass wir da gemeinsame Werte teilen und ein gemeinsames Verständnis von Führung haben.
00:15:25: Das hat uns zusammengebracht durchs zufällige Gespräch heraus entstanden was ich sehr schön finde das man sagt zwei komplett unterschiedliche Menschen die aus unterschiedlichen Welten kommen teilen dieselben Werte.
00:15:37: Was können wir?
00:15:38: davon jetzt weitergeben.
00:15:40: Und vielleicht geht es auch ein bisschen darum, den Staub von dem Thema runter zu pusten.
00:15:46: Dass man sagt was ist denn wirklich konkret für mich in meinem Führungsalltag anwendbar?
00:15:52: Und ich als junge Führungskrafti noch nie etwas von Tugenden oder auch zuletzt im Religionsunterricht gehört habe – Was kann ich ganz konkret mitnehmen und wie beeinflusst das auch meinen Führen?
00:16:04: Vielleicht können
00:16:06: wir das auch noch mal konkretisieren, dass wir auch sagen in welcher Häufigkeit jetzt Führungskräfte an bestimmten Punkten scheitern.
00:16:14: Kann man das benennen um dann auch die Rückschlüsse daraus zu ziehen?
00:16:18: Ich glaube, dass die Herausforderung der ersten großen Führungsverantwortungen einfach so groß ist.
00:16:23: Dass man oft gar nicht weiß wo stolpert man da gerade rein?
00:16:27: Was bedeutet das eigentlich?
00:16:29: Das hat vielleicht ein unter Anführungszeichen alter Hase schon eher erlebt und auch die unterschiedlichen Führungstile von anderen Führingskräften erlebt.
00:16:37: also dann macht die Erfahrung bestimmt auch klüger.
00:16:40: aber ich glaube wenn ich gewisse Werte und Haltungen mitbekommen habe aus meiner Geschichte heraus und mich damit beschäftige Was ist mir wichtig im Leben?
00:16:49: Dann kann man das gut auf das Thema Führung übersetzen.
00:16:52: Für meinen Begriff ist es im Moment so, dass der Druck von außen enorm ist.
00:16:58: die einen unternehmerischen Druck haben, den Druck erfolgreich zu sein.
00:17:02: Wir haben den Druck gesellschaftlicher Druck und der Druck der Geschwindigkeit.
00:17:06: Alles muss jetzt sofort unmittelbar erledigt werden durch die Digitalisierung.
00:17:10: Wir müssen gleichzeitig aber auch gute Ehefrau, gute Mutter, gute Schwiegertochter, gute Tochter sein – und gute Freundin auch noch!
00:17:18: macht im Zusammenhang mit der Schnelligkeit, der Informationsflut einen irrsinnigen Druck.
00:17:24: Und wenn man diesen Druck ausgesetzt hat ist es einfach schwierig maß zu halten und sich mal wieder darauf zu besinnen worauf kann ich mich eigentlich bei mir selber verlassen?
00:17:35: Wenn ich da ein gesundes Wertesystem habe und das immer wieder eben auch in unserer Führungsakademie nach oben holen und sage ah ja stimmt!
00:17:43: Darauf kann nicht mich verlassen dann werden die Stürme oder Stürmchen, die da kommen vielleicht gar nicht mehr so stark sein.
00:17:52: Ja weil ich weiß, ich kann mich auf diesen und jenen Wert verlassen und ich atme vielleicht einmal durch bevor ich explodiere, bevor ich eine Entscheidung treffe.
00:18:02: Ich glaube dass das sehr hilft.
00:18:06: Sie sind ja maßgeblich mit dabei.
00:18:07: dann bei der Veranstaltung im Juli Herr Käther wir setzen sie das um.
00:18:11: was ist da geplant?
00:18:12: Was können wir da zum jetzigen Zeitpunkt schon sagen?
00:18:15: Ja, es geht ja zunächst einmal darum auch die Wirkung eines Klusters zu spüren.
00:18:21: Da braucht man nicht inszenieren oder etwas Besonderes gestalten sondern die klösterliche Atmosphäre wirkt auf einen beruhigend.
00:18:31: Man kommt einfach ohne dass man gezwungen ist dazu sich auszuruhen oder vielleicht auch mal also ein wenig umzuschauen.
00:18:43: was ich wahrnehme Und der Staat ist immer der, dass wir die Gruppe mit sich selber in Berührung bringen und zwar zu dem wie erlebe ich derzeit Führung.
00:18:56: Also ein Status quo.
00:18:59: Was macht mich da aus?
00:19:01: Das ist nicht nur eine Frage der Werte sondern auch von dem Bild was ich von Führungen habe.
00:19:07: Und besonders inspirierend dabei ist natürlich zu schauen, welche Glaubenssätze, welche berufliche Biografie hat mich geprägt?
00:19:16: Welche Vorbilder.
00:19:17: Wo merke ich dass ich schon sehr gut unterwegs bin?
00:19:21: also die Erfahrungen, die wir beide immer wieder machen scheitert ja selten am Können Sondern es scheitert daran, dass ich bestimmte Vorstellungen für mich entwickelt habe oder die auch über die Organisation, über das Unternehmen entsprechend an mich herangetragen werden.
00:19:38: Das sind nicht nur Erwartungen an Ergebnisse, Ziele und auch Entscheidungen sondern ich reflektiere vielleicht gar nicht so oft über meinen Rollenverständnis oder wie ich selber führen möchte oder wo meine Wertigkeiten liegen für mich selbst aber auch im Umgang mit den anderen und wie ich die Verantwortung erlebe, für die ich gerade stehe oder wo ich selber mich auch engagiere.
00:20:04: Und da ist der erste Tag sehr stark damit verbunden sich zurechtzufinden und auch eine Haltung zu sich selbst, zu dem Wie ich Führung erlebe.
00:20:15: und wieder Ausblick also du sprach es vom Nordstern Was der für mich eigentlich bedeutet, also der innere Kompass.
00:20:23: Wo richte ich mich aus?
00:20:24: Bin ich da für mich noch so in der Mitte oder der Mitte entrückt oder emotional positiv gestimmt oder vielleicht auch emotional angefasst oder habe eine konkrete Herausforderung die ich im Alltag vielleicht auch lösen möchte.
00:20:40: und
00:20:40: der zweite Tag kommen wir in Bewegung.
00:20:43: Also wir gehen wirklich raus in die Natur und erleben Führung einfach unter den Rahmenbedingungen, die wir im Alltag auch spüren.
00:20:52: Nämlich beschränkte Ressourcen eine Struktur, die vielleicht vorgegeben oder die ich gestalten muss und ein Ziel was wir gemeinsam erreichen wollen in einer wunderschönen Natur wo die Eindrücke und die Wahrnehmung einen prägen.
00:21:09: Und der Transfer ist immer so fantastisch, danach zu sagen was hat das eigentlich mit meiner Führungsrolle oder meinem Alltag zu tun?
00:21:17: Da kommen wirklich bemerkenswerte nicht nur Emotionen sondern auch Transfers in... Das ist ja genauso wie ich Gespräche erlebe!
00:21:27: Das ist genau ähnlich wie wir miteinander kommunizieren gar nicht konkret auf den Punkt hin, sondern wir reden über Dinge.
00:21:36: Aber wir kommen irgendwie vielleicht auch nicht so vorwärts wie ich mir das vorstelle.
00:21:41: und der dritte Tag da geht es darum zu sagen was kann ich für mich konkret mitnehmen?
00:21:46: Was ist so mein Handlungsplan?
00:21:48: Worauf möchte ich die nächsten Wochen Monate besonders schauen?
00:21:52: Welche Form von Begleitung kann ich über die Peer-Grupps, über die Gruppe erfahren?
00:21:57: Das ist ja ein unheimlicher Schatz wenn unterschiedliche Führungspersönlichkeiten da einen halb oder zwei Tage miteinander verbringen.
00:22:06: Und welche Möglichkeit bietet auch die Führungsaakademie dass sie mich begleitet in Form von einem Boxenstopp oder wie Christina es angesprochen hat Ein Coaching, ein begleitendes Coaching.
00:22:17: Ich glaube das ist ein ganz ganz wichtiger Punkt und so ist im Kürze dieses Seminars im Juli, wo wir mit Staaten auch gestaltet und bringt einen unheimlichen Nutzen.
00:22:30: Nämlich mehr Klarheit und einen inneren Kompass, den ich für mich wieder neu justiert ausrichten
00:22:35: kann.".
00:22:36: Was würden Sie sagen?
00:22:37: Frau Kubie, was sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer idealerweise mitnehmen vom Seminar im Julien?
00:22:42: Was wäre ihr ganz besonderes
00:22:44: Anliegen?".
00:22:45: Mein ganz besonderes Anliegen, was jeder für sich selber mitnehmen darf ist glaube ich der reiche Schatz, der in jedem drinnen steckt.
00:22:54: In dem Wort Führungskraft steckt ja auch das Wort Kraft.
00:22:57: Also dass ich mir bewusst werde und dass jeder rausgeht, der bei uns war und sagt Ich weiß jetzt woher schöpfe ich meine Kraft?
00:23:04: Ist es Familie, sind's meine Werte, Sportglaube?
00:23:09: Und im Gegenzug wie investiere ich meine kraft?
00:23:12: Ist wirklich gut investiert ausschließlich auf der Unternehmenseite zu investieren.
00:23:17: Oder muss ich da ein bisschen austarieren, ja?
00:23:19: Freizeit, Familie vielleicht auch Gemeinnützigkeit so ein bisschen alles in Einklang zu bringen damit ich meine Ressourcen richtig und gut einsetzen kann Und auch vielleicht ein Stück weit verstehen lernen wie wirken unterschiedliche Kraftverhältnisse.
00:23:33: Das kann einfach ein ganzes Mobiler ins Wanken bringen.
00:23:35: wenn Ich an einer Ecke so ein Bisschen antupf dann schwingt das mobiler hin und her.
00:23:39: Ich glaube dieses Bild kennen wir alle also dass wir wirklich schauen, woraus schöpfen wir Kraft und wie investieren wir unsere Kraft.
00:23:48: Und wenn das die Erkenntnis der Teilnehmer ist dann war es für mich, für mein Gefühl wahnsinnig sinnstiftend.
00:23:55: Herr Kettich glaube Anmeldung ab sofort möglich hier über das Gräßbildungswerk?
00:23:59: Ja jeder kann sich über die Internetseite informieren oder auch hier anrufen oder uns auch fragen ob das Seminar für ihn genau das Richtige ist.
00:24:09: darüber würden wir uns sehr freuen.
00:24:10: Wenn ich auf Exerzitien gehe auf Kurse jetzt diese Art, immer die Frage Smartphone, iPhone zu Hause lassen?
00:24:19: Ja oder nein.
00:24:20: Wir haben keine Vorgabe, dass man so machen kann.
00:24:24: Die Kloster-Mauern ermöglichen natürlich nur teilweise Empfang und es gibt halt Empfehlungen also wie man in einen guten Rhythmus kommen kann und vielleicht auch worauf man für eine Zeit ganz bewusst und freiwillig verzichten will.
00:24:39: aber das muss jeder individuell für sich entscheiden.
00:24:42: Frau Kubirke, dann freuen wir uns auf die werteorientierte Führungsakademie im Juli und vielleicht gibt es dazu auch noch mal in diesem Podcast eine Rückmeldung im Sommer, im Herbst der Teilnehmer.
00:24:56: Schauen wir mal wie sie das Ganze erlebt haben.
00:24:58: Vielleicht bilden sich ja auch neue, werte orientierte Netzwerke?
00:25:02: Wir werden schauen!
00:25:03: Herzlichen Dank an Sie bei dass Sie heute unsere Gäste waren im Podcast unschlagbar Das Seminar Führung mit Haltung, die innere Stärkung wirksamer Führungen findet vom vierundzwanzigsten bis sechsundzwantigsten Juli im Kloster Beuerberg statt.
00:25:18: Weitere Informationen dazu und den Link zur Anmeldung finden Sie in der Episode.
00:25:24: Information zu diesem Podcast.
00:25:27: aus dem Kloster beuerberg verabschiedet sich paul hasel.
00:25:31: das war
00:25:31: unschlagbar.
00:25:32: der podcast für bildung glaube und gesellschaft Eine Produktion des MKR im Auftrag des St.
00:25:38: Michaelsbund.
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