Resilienz und Spiritualität
Shownotes
Streitigkeiten in der Familie oder ein Leiden, das unser Leben bedroht, wie zum Beispiel eine schwere Krankheit: In solchen Lebensphasen wird uns bewußt, über wieviel Widerstandskraft wir tatsächlich verfügen - also wie resilient wir sind.
Wie wir Lebenskrisen meistern und an ihnen wachsen können, darum geht es am ersten Maiwochenende im Kloster Beuerberg in dem Kurs "Resilienz und Spiritualität" des Kreisbildungswerkes Bad Tölz-Wolfratshausen. Anja Bayer leitet den Kurs, sie ist Logotherapeutin und Resilienz-Coach. Mit ihr wollen wir in diesem Podcast einen Blick auf die Kursinhalte werfen – aber auch Grundsätzliches zum Thema Resilienz und Spiritualität besprechen.
Weitere Informationen zum Kurs "Resilienz und Spiritualität" inkl. Anmeldung gibt es hier.
Anja Bayers Buch "Ich lebe - Du auch! Mut und Selbstfürsorge bei Krebs" können Sie in der Buchhandlung Michaelsbund in München erwerben oder im Michaelsbund Online-Shop.
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:12: Irgendwann kommen für jeden von uns die Schwierigkeiten im Leben, Streit in der Familie oder in der Arbeit, den wir nicht gewachsen sind.
00:00:21: Oder ein Leiden eine Krise, die unser Leben bedroht wie zum Beispiel eine schwere Krankheit.
00:00:27: In solchen Lebensphasen merken wir Wie viel Widerstandskraft wir tatsächlich haben also wie resilient wir sind Wie wir Lebenskrisen meistern und sogar an ihnen wachsen können, darum geht es vom sechzehnten bis achzehntem Oktober im Kloster Beuerberg in dem Kurs Resilienz & Spiritualität des Kreisbildungswerks Bad Tölz-Wolfratshausen.
00:00:54: Anja Bayer leitet den Kurs – sie ist Logotherapeutin und Resilience Coach!
00:00:59: Mit ihr wollen wir in diesem Podcast einen Blick auf die drei Kurstage werfen aber auch Grundsätzliches zum Thema Resilienz und Spiritualität klären.
00:01:09: Ich bin Paul Hasel, heiße an dabei.
00:01:12: jetzt herzlich willkommen bei uns im MKR-Studio!
00:01:16: Vorbeier.
00:01:16: ihr Wirken zum Thema resilience und spiritualität geht zurück auf Ihr Buch «Ich lebe, du auch Mut und Selbstfürsorge» bei Krebs – das ist aus Ihrer Arbeit als Therapeutin und zugleich auch aus ihrer eigenen Krebserfragung entstanden.
00:01:34: Wie war das damals, als Sie die Diagnose erfahren haben?
00:01:37: Wir sind Sie damit umgegangen.
00:01:39: Was hat Ihnen damals geholfen, die Erkrankung zu
00:01:41: meistern?".
00:01:43: Ja ich glaube, dass war eine Art Dreiklang.
00:01:47: Das kann nicht so sagen, das war ein Zusammenwirken von drei besonderen Kräften.
00:01:52: Zum einen war da die bedingungslose Unterstützung, die ich von meinen aller nächsten Angehörigen und Freunden bekommen habe.
00:01:59: Die haben mir zur Seite gestanden wo sie mehr konnten – und das war immens wichtig!
00:02:04: Und dann war da so eine Art innere Gewissheit, mit der ich damals für mich selber eingestanden bin.
00:02:11: Also ich war keine bequeme Patientin für die Ärzte!
00:02:15: Ich habe meine ganz eigenen Entscheidungen getroffen welchen Behandlungsvorschlägen ich folgen wollte und welche nicht... Wie mir diese Sicherheit zugewachsen ist das weiß ich gar nicht so genau.
00:02:27: Vielleicht hab' ich einfach intuitiv gespürt dass ich auf mich selbst hören musste damals, wenn ich überleben wollte und das wollte ich ja.
00:02:37: Und die dritte Kraft war der Glaube.
00:02:40: Ich weiß noch dass ich am Abend vor meiner ersten großen OP vor Angst fast verrückt geworden bin bis ich dann das Bild hatte, dass es Christus selbst ist der mich operieren wird.
00:02:51: Ich habe mir das...ich weiß nicht wie dieses Bild entstanden ist.
00:02:54: Ich hab's mir einfach vorgestellt, dass durch diesen hervorragenden irdischen Arzt hindurch den ich hatte Christus selber hindurch wirken würde und der Gedanke hat mich beruhigt.
00:03:08: Also, der Glaube hat mir in ganz vielerlei Hinsicht durch diese schwere Zeit geholfen.
00:03:13: Ich habe gegen die Schmerzen angesungen eigentlich immer TZ-Lieder.
00:03:18: Es war mir egal was die Leute im Nachbarzimmer oder die Schwester gedacht haben.
00:03:23: Ja das hat mich gestärkt Und das Herzensgebet hat mich getragen.
00:03:27: Das kannte ich schon lange, das war mir sehr vertraut um in der Zeit war es eine Art Dauerbegleiter.
00:03:33: Ist damit das, was Sie bislang gemacht haben?
00:03:36: Sie werden ja damals schon ausgebildete Logotherapeutin regelrecht in den Hintergrund getreten, dass sie gespürt haben der Glaube kann da noch viel mehr machen.
00:03:44: oder würden Sie's eher als Ergänzung sehen?
00:03:47: Für mich geht das eigentlich Hand in Hand.
00:03:49: ich habe die Logotherapie selber im Kloster Niederallteich entdeckt.
00:03:54: Das war damals der Alter von Emmanuel Jung-Klausen der mich darauf gestoßen hat.
00:04:00: Und so bin ich dieser Spur der Logotherapie gefolgt und Frankl selbst war ein tiefgläubiger Mensch, auch wenn er seinen Glauben in der Art wie er die Logotherapies dargestellt hat, hat er ihn rausgehalten.
00:04:13: aber in der art wir gewirkt hat was immer präsent.
00:04:16: und für mich geht das tatsächlich Hand in hand.
00:04:19: und es gibt auch ganz viele aspekte aus der logotherapie gerade zum beispiel dieses Kernelement der Logotherapie, dass wir sinnfühlig sind und dem Leben einen Sinn abringen oder Sinn im Leben erkennen.
00:04:34: Ganz egal was da gerade passiert ja das sind alles Dinge die mich natürlich auch in der Krankheit unterstützt haben oder ich sollte besser sagen in der Genesung unterstützt habe.
00:04:44: Wie kam es dann zu dem Thema Resilienz?
00:04:47: Zu dieser Erweiterung dem Sie ja auch jetzt, zur Zeit auch zum Beispiel im Grasbildungsberg, bei Tölz-Wolfratshausen die Kurse geben.
00:04:55: War das dann die Summe Ihrer Erfahrungen aus Ihrer Krankheit?
00:04:58: Wie würden Sie das beschreiben?
00:05:00: Es war mehr als das.
00:05:01: Es war eine dieser ganz, ganz schönen Fügungen des Lebens.
00:05:06: Ich habe nach meiner zweiten Krebserkrankung und der zweiten Operation verstanden, dass ich nicht so weiterleben kann wie vorher.
00:05:14: Beim ersten Mal war ich in beiden Berufe, die ich damals ausgeübt habe zurückgekehrt.
00:05:18: Zum einen war ich Lektorin im öffentlichen Dienst und zum anderen hatte ich schon jahrelang meine eigene Praxis geführt und dann hab' ich zugunsten meines Herzensberufes nämlich der Arbeit mit den Menschen diese Sicherheit einer Festanstellung aufgegeben.
00:05:34: Und just in dieser Situation ist mir eine Ausbildung in den Schoß gefallen Eine Zusatzausbildung zum Resilienzcoach Und das habe ich dann dankbar angenommen und da haben sich diese Dinge zusammengefügt.
00:05:49: In dieser Zeit der Fortbildung entstand auch die Vision, dass ich gerne Kurse halten möchte – dass ich Gruppen unterstützen möchte und vor allem diesen Benefit ermöglichen, dass in Gruppenkursen sich die Menschen ja auch ganz stark gegenseitig unterstützen, dass wunderschöne Prozesse entstehen die wir in einem Einzelsetting in der Praxis so gar nicht herstellen können.
00:06:15: Aber dennoch denke ich, haben Sie Erfahrungen aus Ihrer Krankheitszeit doch mitgenommen von der jetzt unter Umständen Kursteilnehmerinnen, Kursteilnehmer profitieren können?
00:06:26: Ja das ist absolut richtig also zum Beispiel die wichtige Erfahrung dass wir nicht die ganze Zeit überstark sein müssen um eine schwere Krise zu überstehen dass wir uns ganz im Gegenteil auch Momente oder ganze Phasen von Schwäche erlauben dürfen, einfach weil alle Gefühle ihr Recht haben.
00:06:44: Dazu gehört auch die Erfahrung das es in sehr herausfordernden Lebenssituation nicht darum geht keine Angst zu haben sondern dass es darum geht bewusst mit dieser Angst umzugehen.
00:06:55: Auch eine ganz wichtige Erfahrung die ich immer versuche weiterzugeben ist dass wir ohne Scheuhilfe holen dürfen wenn wir Hilfe brauchen.
00:07:04: insgesamt die Erfahrung, dass das Lebenswert ist auch da wo es uns beutelt.
00:07:09: Und manchmal ja gerade da, dass aus großem Leid Gutes erwachsen kann.
00:07:15: und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass sich gerne die Erfahrungen weitergeben möchte, dass wundermöglich sind, dass unsere Hoffnung eine unglaublich starke Kraft in uns entfalten kann.
00:07:27: und natürlich braucht es gleichzeitig die Bereitschaft, dass wir selber etwas zur Veränderung beitragen Und wie das geht, wie wir selber beitragen können.
00:07:37: Das versuche ich natürlich in meinen Kursen zu vermitteln.
00:07:40: Vielleicht könnte ich sagen dass du der gemeinsamen Nenner von all diesen Aspekten des Vertrauenes und Vertrauen ist ja nichts was wir entweder haben oder nicht haben sondern das ist auch eine dynamische Größe.
00:07:53: Das kann verloren gehen, kann brüchig werden, kann aber auch wieder wachsen anhand von guten Erfahrungen.
00:07:59: Und ja, das versuche ich den Menschen die in meine Kurse kommen zu ermöglichen einen neuen Zugang zum Vertrauen zu finden und nicht zuletzt auch gleich schon in diesem Zusammensein über die guten Erfahrungen, die wir dann gemeinsam vor Ort machen.
00:08:16: Sie haben mir vorab schon erzählt dass eben auch vor allem eben Menschen mit einer schweren Erkrankung zu ihnen kommen auch in die Kurse.
00:08:24: Also das ist für mich schon so eine Bestätigung, dass sie da mit ihrer Vision auch richtig lagen.
00:08:29: Dass die da jetzt auch als Mensch gefragt sind, als Expertin gefragt sind und dass jemand der auch so etwas schon durchlebt hat.
00:08:36: Da ist irgendwie das doch Wirklichkeit geworden erstaunlicherweise.
00:08:39: Hat Sie das im Nachhinein überrascht?
00:08:42: Eigentlich hatte es mich nicht überrasacht weil ... Die Vision, die ich damals für den ersten Kurs hatte – das war tatsächlich ein Kurs ganz speziell für Menschen, die von Krebs betroffen sind.
00:08:55: Diese Vision war so stark und für mich so real, dass ich da innerlich wirklich drauf zugehen konnte.
00:09:02: Was mich dann eher überrascht hat, war, dass sich aus diesem ersten Kuss später die Resilienzkurse entwickelt haben, die für alle Menschen offen sind So wie er jetzt auch das Wochenende in Kloster Beuerberg, da geht es nicht um Erkrankung per See.
00:09:20: Ab und zu ist einmal ein Mensch dabei der eine schwere Erkrankung hat oder hinter sich hat.
00:09:25: aber da kommen Menschen die ganz andere Lebensthemen im Gepäck haben.
00:09:29: Manchmal führen berufliche Herausforderungen die Menschen in meine Resilienzkurse.
00:09:34: manchmal sind familiäre Sorgen oder Nöte, manchmal Verlust Erfahrungen und Trauer.
00:09:40: viele kommen, weil sie einfach sich mehr Widerstandskraft und Gelassenheit und Lebensfreude für ihren Alltag wünschen.
00:09:48: Sie haben schon angedeutet das Resilienz nicht stärk und durchhalten bedeutet.
00:09:54: Sie sagen darum gibt es nichts sondern um Selbstliebe beziehungsweise selbst Für Sorge.
00:10:01: Haben also die meisten Menschen ihre Erfahrung nach ein Defizit an Selbstliebel?
00:10:06: Ich glaube, es geht gar nicht um ein zu viel oder zu wenig an Selbstliebe.
00:10:13: Sondern erst mal geht es häufig um eine grundlegende Erlaubnis, dass wir überhaupt für uns selbst da sein dürfen.
00:10:21: Es gibt ja immer noch so viele Missverständnisse rund um dieses Wort Selbstlieb.
00:10:26: Dass am weitesten verbreitete ist das Menschen denken sie würden sich egoistisch verhalten, sobald Sie sich einmal etwas Gutes tun wollen Oder auch dann, wenn sie versuchen mal Nein zu sagen.
00:10:38: Sei es gegenüber der fordernden Chefin oder gegenüber Kolleginnen oder auch gegenüber heranwachsenden Kindern und im Ehemann den eigenen Eltern.
00:10:47: Diese Erlaubnis mal Neinzusagen fällt vielen Menschen gar nicht so leicht Und ich versuche immer sehr stark zu vermitteln dass wir langfristig überhaupt nur für andere da sein können Wenn's uns selber gut geht.
00:11:01: Deshalb hat selbst Für Sorge nichts mit Egoismus zu tun.
00:11:05: Im Flugzeug versteht das jeder, warum man im Notfall erst mal sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzt und dann dem nebensitzenden Menschen, der dabei vielleicht Hilfe braucht.
00:11:15: Wenn ich mich erst um den anderen kümmern will selber dabei ohnmächtig werde, dann sitzen am Ende beide ohne Sauerstoffsmaske da.
00:11:22: Und wenn die Stewardess das erklärt, dann leuchtet uns das intuitiv ein.
00:11:27: Und im Leben müssen wir dieses Prinzip oft erst ganz neu lernen Und Krisen sind ja bekanntlich gute Lehrmeisterinnen.
00:11:36: Manchmal lernen wir erst, wie unabdingbar es ist gut auf uns zu achten wenn plötzlich gar nichts mehr geht.
00:11:42: Menschen mit Burnout-Erfahrungen kennen das und ich freue mich über alle Menschen die auch ohne Burnouts sich erlauben liebevoll mit sich zu sein und selbst für sorglich zu leben.
00:11:54: So können wir dann immer wieder zur Kräften kommen.
00:11:57: so bleiben wir langfristig handlungsfähig Aber auch freudefähig.
00:12:02: Also Dinge zu tun, die uns wirklich Freude bereiten – das gehört für mich ganz zentral zum Thema Selbstfürsorge und ist tatsächlich ein wichtiger Resilienzfaktor.
00:12:13: Und es kann ein ungeheure AHA-Effekt sein wenn wir merken dass es viel öfter möglich ist etwas zu tun was Freude bereitet als wir gemeinhin so denken.
00:12:27: für meine Selbstliebe, diese Selbstversorge dann auch getragen sein dort wo ich lebe.
00:12:33: Also ich schlage ja als Mensch irgendwo Wurzeln.
00:12:35: Sie haben schon die Familie erwähnt dass es da auch Probleme geben könnte.
00:12:39: wie weit spielt das eine Rolle dieses Wurzel schlagen?
00:12:42: Ja das ist eine schöne Frage und ein schönes Bild.
00:12:46: was braucht einen Baum um gut verwurzelt dazustehen um auch mal einem stärkeren Windstand halten zu können?
00:12:54: der Baum braucht einen guten Boden mit Mineralien und Nährstoffen.
00:12:58: Und er braucht eine passende Mischung aus Erdreich und Gestein, um ausreichend Halt zu finden.
00:13:04: Er braucht Sonnenlicht, er braucht Wasser... ...und er braucht Zeit für die Verwurzelung!
00:13:10: Ich war kürzlich in der Sächsischen Schweiz und ich habe da Bäume bewundert, die hoch oben auf den Felsen wachsen.
00:13:18: Bei diesen Bäumen war ein Teil des Wurzelwerks sichtbar weil sie sich geradezu so um die Steine schlingen mussten und ihre Wurzeln in Felsspalten hineintreiben mussten, um Halt zu finden.
00:13:29: Und ich konnte die Kraft sehen mit der sie sich ans Gestein anklammern und habe mir dann klar gemacht wie viel Zeit diese Zehen kiefern und Birken dort brauchen, um dann so einen akrobatisch anmutenden und doch stabilen Stand hinzubekommen.
00:13:46: also Verwurzelung braucht Zeit.
00:13:49: Ich glaube Sie braucht auch So wie wir das bei so Pflanzen sehen können, sie braucht unseren unbedingten Lebenswillen und dass wir genügend gute Nährstoffe zu uns nehmen.
00:14:00: Also Anregungen die uns inspirieren, lektüren Gespräche, die unserer Seele gut tun.
00:14:06: Und Die Verwurzelung braucht Licht.
00:14:10: also es ist ja nicht so, dass der Baum erst ein riesiges Wurzelwerk ausbildet und dann kommt ein kleiner Trieb sondern schon der erste Triebe.
00:14:20: zunächst eine ganz zarte Wurzel und dann, indem der sichtbare Teil des Baumes über die Erde heranwächst bilden sich diese starken Wurzeln erst aus.
00:14:30: Übersetzt jetzt für unser Mensch sein wäre das die Ausrichtung zwischen Erde und Himmel also unser Bezug zur Transcendenz zu Gott zum Leben selbst dass so viel größer ist als wir.
00:14:43: dieses Leben das uns so überspannt wie Viktor Frankl das auch genannt hat Das Leben, das uns überspannt wie das Himmelszelt und diese Ausrichtung zum Licht hin.
00:14:55: Die ist es glaube ich die uns besonders starke Wurzeln treiben lässt.
00:15:00: Sind diese starken Wurzel dann auch die voraussetzung dafür Energie zu entwickeln?
00:15:06: Wenn es zu einer Krise wie immer sie ja auch geartet ist kommt?
00:15:11: also sie erklären ihr dann auch was Energie raubt und was Energie gibt.
00:15:15: Also wie gehen Sie damit um?
00:15:19: Ja, ich würde nicht sagen dass die Verwurzelung die Voraussetzung ist um eine Krise zu meistern.
00:15:25: Weil bei vielen Menschen sich das so entwickelt, dass gerade die Erfahrungen in der Krise unser Wurzelwachstum verstärken.
00:15:33: ja Die Frage mit der Energie was uns Energie raubt oder nimmt Das ist sehr persönlich sehr individuell.
00:15:41: Häufig ist es so dass die Übungen denen wir uns in so einem Kurs widmen gerade zum Thema Energie dass wir damit dem ganzen Körper entspüren kommen und das dann andere Erkenntnisse zu Tage fördert, als was wir so ohnehin von uns zu wissen glauben.
00:15:58: Und die Ergebnisse dieser Frage – Energieräuber, Energiequelle sind oft ganz persönlich, ganz individuell.
00:16:06: bis dahin.
00:16:07: für den einen Kann ein Krafträuber das sein, was für den anderen eine Kraftquelle ist?
00:16:13: Wenn wir zum Beispiel nur daran denken wie unterschiedlich Menschen ihre Situation am Arbeitsplatz wahrnehmen oder wie die sich da fühlen.
00:16:20: Das kann die eine Person völlig auslaugen und der andere ganz viel Freude machen.
00:16:25: Und trotzdem und dahin zielt ja Ihre Frage glaube ich auch so ein bisschen gibt es schon manche Aspekte, die immer wieder auftauchen.
00:16:33: Dazu gehören auf der Seite der Energieräuber häufig die Nachrichten unter Medienkonsum, aber auch die Erwartungen anderer, denen man versucht es recht zu machen.
00:16:45: Wenn ich jetzt so in meiner Erinnerung kramle würde ich sagen das sind die zwei Krafträuber, die Menschen am häufigsten für sich entdecken und auf der Seite der echten Kraftquellen steht ganz oft die Begegnung mit der Natur, die Bewegung im Freien, Und dann, was immer wieder kommt ist dieses Mirzeit für mich nehmen.
00:17:10: Als etwas das den Menschen besonders fehlt und was sie dann aber auch als besonders stärkend erleben wenn Sie sich es erlauben.
00:17:19: Das sind diese Dinge, wenn ich sie richtig verstehe die dann auch den Handlungsspielraum in der realen Krise vergrößern können?
00:17:27: Absolut richtig!
00:17:28: Ja also wenn ich dem was mir Energie gibt mehr Raum gebe, dann vergrößere ich damit tatsächlich auch meinen eigenen Handlungsspielraum.
00:17:41: Also dieses für sich selber Sorgen das geht immer nur im Hier und Jetzt Und weil dieses Thema also wie wir den Handlungspielraum denn überhaupt erweitern können?
00:17:51: Weil das so wichtig ist widme ich dem tatsächlich immer eine ganze Übungseinheit und da geht es dann erst mal drum zu verstehen, welche der vielen Gedanken die wir uns den ganzen Tag übermachen.
00:18:05: Denn überhaupt dem gelten was wir selbst tun und entscheiden können Und umgekehrt mit welcher großen Menge an Gedanken Wir in der Regel um Dinge kreisen Die zu verändern gar nicht in unserer Macht steht.
00:18:20: das nenne ich so die Sorgensphäre.
00:18:22: ja da wo wir nichts tun können aber wo ganz viel Aufmerksamkeit und Energie hinfließt Das ist bei manchen Menschen die Weltlage, die Politik.
00:18:32: Bei anderen ist es die Frage wie es bestimmten Familienangehörigen geht und diesen Unterschied überhaupt erst mal zu erkennen ja das dann immer genauer zu unterscheiden.
00:18:43: Wo kann ich meine Gedanken hinrichten wo ich selber was machen kann?
00:18:48: Und wo verliere ich mich in Gedankenkreiseln mit denen ich gar nichts ausrichten kann?
00:18:56: Wenn ich das unterscheiden kann, dann erst kann ich mich entscheiden dass ich mich gezielt dahin begebe wo Ich selber was in der hand habe.
00:19:05: Und krisen haben ja den vorteil dass sie uns oft gerade zu dazu zwingen mit unserer verbleibenden energie Dann auf das absolut wesentliche zu fokussieren.
00:19:15: und je öfter ich jetzt meine Aufmerksamkeit von dieser sorgensphäre abziehe und stattdessen mich gedanklich und dann auch praktisch im Tun in meinen eigenen Handlungsspielraum begebe, dann wird er immer größer.
00:19:28: Also das ist wie mit einem Muskel.
00:19:30: Ich muss ihn benutzen damit er stärker
00:19:32: wird.".
00:19:33: Und wenn das Stärke wird – das haben wir vorher ja schon betont – schafft eine Krise eben auch dass ich Wurzeln kann?
00:19:41: Sie haben es ja schon gesagt zu Krisen können erst recht dazu beitragen, dass wir Wurzel schlagen, dass sie eben auch an der Krise wachsen.
00:19:49: Woran erkenne ich denn aber dann den Unterschied?
00:19:52: Kann ich das einordnen, dass ich wirklich neu ausgerichtet bin nach einer Krise?
00:19:55: Nach einer Belastung und damit ich mich rückfällig werde in so einem Funktionieren.
00:19:59: Weil halt doch die Familie da ist, die bleibt ja der Vater oder der Mutter, die vielleicht gepflegt werden muss.
00:20:05: Die Kinder mit ihren Ansprüchen, der Arbeitgeber
00:20:07: etc.,
00:20:08: wie erkenne ich das?
00:20:09: Wie gehe ich damit um?
00:20:11: Ja also ob wir nach einer Krise nur funktionieren oder ob wir uns verändert haben Ich glaube, wir erkennen das am ehesten daran wie wir uns fühlen.
00:20:25: Also vorübergehend kann es natürlich eine große Erleichterung sein überhaupt wieder zu funktionieren und das hat auch eine Berechtigung natürlich ja also wieder zur Arbeit gehen zu können oder den Haushalt wieder versorgen zu können.
00:20:37: Wenn jetzt Pflichterfüllungen das einzige ist was nach einer Krise wieder geht dann wird mich das auf die Dauer nicht glücklich machen.
00:20:44: Dann passiert genau das was sie Ansprachen ja dieser Rückfall in Überforderung und Energielosigkeit.
00:20:52: Dann fühlt man sich vielleicht leer oder traurig, es entstehen Ängste vor weiteren Herausforderungen.
00:20:58: Diese echte Neuausrichtung erkennen wir daran, dass es uns seelisch gut geht, dass wir Freude empfinden können, schöne Aktivitäten nachgehen herausnehmen und sei es in einer kleinen Dosierung, ich glaube in der kleinen Dosierung ist es immer möglich.
00:21:19: Und dazu gehört dann also was Sie jetzt ansprachen.
00:21:22: wenn so ganz ganz viele Anforderungen aus dem Umfeld da sind die sich auch gar nicht vermeiden lassen ja weil andere Menschen uns dringend brauchen oder so Dann ist es oft diese Fähigkeit Dritte um Hilfe zu binden das eben doch eine entfernte Verwandte mal einspringt oder ne Nachbarin mal vorbeikommt und man sich einfach diesen Halden nachmittag nimmt, um bei sich selber wieder anzukommen.
00:21:50: Also den Unterschied ob ich nur funktioniere oder ob ich wachsen durfte an einer Krise, den erkenne ich wenn da ein inneres Einverständnis da ist mit dem Leben so wie es jetzt geworden Entwicklung, die ich bei mir spüre – auch wenn ich am Ziel noch nicht angekommen bin.
00:22:13: Aber wenn da ein inneres Einverständnis mit meinem Entwicklungsweg ist, dann darf ich mir ziemlich sicher sein, dass da ein Wachstum am Werk
00:22:22: ist.".
00:22:23: Aus Ihrer eigenen Erfahrung mit der Krankheit und darüber haben wir andersweise schon gesprochen, fügen Sie ja dann noch das Elemente Spiritualität hinzu?
00:22:36: berichtet wie wichtig der Glaube für sie war, um so eine Krise zu überstehen.
00:22:43: Gibt es also eine Haltung oder auch eine innere Bewegung die dabei helfen kann dass wir als Menschen so einer Krise nicht zerbrechen?
00:22:51: Kann man das vielleicht sogar allgemein noch formulieren als jetzt der christliche Glaube?
00:22:55: weil ich weiß es nicht ob alle Christen sind die in ihre Kurse kommen?
00:23:00: Nein natürlich nicht und das ist mir auch ganz wichtig Auch wenn ich selber da eine Verwurzelung habe, ich persönlich glaube nicht dass wir eine konfessionelle Ausrichtung brauchen um eine spirituelle Haltung leben zu können.
00:23:19: Sie fragen danach einer inneren Bewegung.
00:23:23: das finde ich eine sehr schöne Formulierung von ihnen.
00:23:27: Ich glaub tatsächlich dass es ein paar Aspekte einer Grundhaltung dem Leben gegenüber gibt dies Menschen deutlich leichter macht, schweres zu tragen und auch zu überstehen.
00:23:38: Und ich würde mal vermuten dass die beiden wichtigsten Aspekte Vertrauen und Dankbarkeit sind.
00:23:45: Das sind solche Bewegungen in unserem Inneren.
00:23:49: ja beide sind nicht festgelegt, sind nichts Statisches ist nichts was sich einmal habe und dann bleibt das immer gleich sondern das sind Seelenbewegungen, die wir mal stärker, mal schwächer spüren werden je nach Lebenssituation, je nach Gesamtverfasstheit.
00:24:04: Aber beinah so, wie wir eine körperliche Bewegung üben können.
00:24:09: Zum Beispiel im Sport oder im Tanz.
00:24:10: Ja?
00:24:11: So würde ich sagen können wir auch diese inneren Bewegungen üben.
00:24:15: also wir können uns tatsächlich ins Vertrauen einüben zum Beispiel indem wir bewusst nach Sinn zusammenhängen unserem Leben suchen wenn wir erkennen dass manches was sich früher schon mal ganz schwer oder sogar unerträglich angefühlt hat, dass sich das dann im Rückblick als sinnvoll erwiesen hat.
00:24:37: Manchmal sogar als segensreich.
00:24:39: Wenn wir über sowas nachdenken und spüren auch, kann unser Vertrauen ins Leben durchaus stärken.
00:24:47: Menschen entdecken ja oft erst Jahre nach einem schmerzlichen Verlust zum Beispiel, dass sie dadurch gereift sind.
00:24:53: Dass sie vielleicht mehr Freiheit bekommen haben zwischenmenschliche Verbindungen entstanden sind, die sie nicht mehr missen möchten.
00:25:02: Und aus solchen Einsichten, von solchen Beobachtungen können wir Vertrauen ableiten.
00:25:08: Wir können das auch wieder stärken wenn es mal brüchig geworden ist und ähnlich dynamisch ist.
00:25:14: das mit der Dankbarkeit ja?
00:25:15: Wir können die auch dann suchen, wenn wir sie gerade nicht empfinden können.
00:25:21: Ich würde sagen dass es eine Frage des Bewusstseins.
00:25:23: manchmal ist das ein Stückchen Arbeit aber es lohnt sich.
00:25:27: Es lohnt sich auch angesichts von einem schwereren Schicksal den Fokus dann wieder aufzumachen, sich klar zu machen.
00:25:35: Da gibt es ja neben dem Schicksale noch ganz viel anderes in meinem Leben und dann entdecken wir vielleicht Gründe, wofür wir dankbar sein können?
00:25:44: Ich rück immer gerne dazu an einen Tagebuch der guten Momente zu führen oder so ein Dankbarkeits-Tagebuch.
00:25:51: Das wäre jetzt auch so eine Übung wo wir sagen können also die wirklich für jedermann sinnvoll sein kann, also ohne einen christlichen Hintergrund.
00:26:01: Absolut richtig!
00:26:02: Wenn wir jeden Abend drei Dinge notieren für die wir an dem Tag dankbar sein können dann kann aus dieser Übung allmählich so eine innere Haltung, so eine inne Bewegung werden.
00:26:13: Viele Menschen kennen diese Übung und haben von der schon mal gehört.
00:26:17: das entscheidende ist dass wir sie machen sonst kann sich nicht wirken ja?
00:26:21: Also jeden tag drei kleine dinge überlegen.
00:26:26: Das können schöne Begegnungen sein, das kann etwas sein was mir gelungen ist also wo ich mich in meiner Selbstwirksamkeit erlebt habe und es kann aber auch das berühmte Gänseblümchen am Wegesrand sein.
00:26:38: Und was dann passiert wenn wir das immer öfter notieren ist dass sich unser Unbewusstes dahin ausrichtet und immer mehr Dinge findet ja bei denen sichs lohnt Inne zu halten sich zu freuen.
00:26:51: Ja so würde ich sagen sind.
00:26:52: diese zwei Kernaspekte von Vertrauen und Dankbarkeit können zu einer inneren Haltung beitragen.
00:26:59: Ja, das sind zwei besonders starke Resilienzfaktoren und gleichzeitig zwei Kernelemente von gelebter Spiritualität.
00:27:07: Sie sprechen gerade von Kernelemente gelebte Spiritualität?
00:27:12: Jetzt ist heutzutage natürlich Spiritualität ein weitgefasst Begriff.
00:27:16: Können Sie kurz erklären was sie persönlich drunter verstehen?
00:27:20: Eine der kürzesten und einfachsten Definitionen, die ich kenne lautet Spiritualität heißt dem Leben mit Bewusstheit zu begegnen.
00:27:30: Der Wort Bedeutung nach ist in der Spiritualität eher diese eine physische Grundbewegung enthalten ohne die menschliches Leben gar nicht möglich ist.
00:27:40: unser Atem Das lateinische Wort Spiritus bedeutet Atemzug Geist Hauch Seele Sinn Leben.
00:27:49: Ich persönlich finde das ganz erhebent, was da in diesem Wort alles enthalten ist.
00:27:54: Das zugehörige Werbsbirare hat sogar noch vielfältigere Bedeutungen und die weisen uns alle auf die Lebendigkeit der Natur hin.
00:28:02: Das Birare kann je nach Kontext bedeuten Duften oder Wehen oder Brausen – ja, da sind schon die Blumen, die Kräuter, den Wind, das Meer mit angesprochen, die schwingen damit.
00:28:19: Ich finde das faszinierend, wie stark dieses Wort auf die Schöpfung als solche verweist.
00:28:24: Und es ist ein Bedeutungsfeld in dem fast nichts sichtbar ist – also ich kann Duft nicht sehen, ich kann Wind nicht sehen außer in seinem Effekt wenn er die Wolken vorantreibt.
00:28:35: Ich kann den Atem nicht sehen aber so vieles davon spüren.
00:28:42: und Und so wie unser Atem, der uns lebendig erhält und wieder Wind das Rauschen der Bäume ertönen lässt.
00:28:50: So mag unsere irdische materielle Welt als Ganze von etwas Immateriellen durchdrungen sein.
00:28:57: Das sind alles so Aspekte die mir einfallen wenn sie nach der Spiritualität fragen.
00:29:01: Und all diese Worte, die wir für etwas Größeres, für das Unfassbare finden können – das sind so Fingerzeige!
00:29:10: Wenn wir das nicht konfessionell denken, sondern ganz offen – wir können sagen Transzendenz höchste Wirklichkeit oder letzte Wahrheit.
00:29:18: Wir können es Liebe nennen.
00:29:20: Das sind Hinweise auf Erfahrungen die außerhalb der menschlichen Sprache liegen aber eben ganz tief mit unserer Seele verbunden sind.
00:29:31: und insofern ist Spiritualität nichts Abstraktes, sondern sie wird ganz lebendig und konkret in jeder und jedem Einzelnen von
00:29:41: uns
00:29:41: eben, ich würde sagen überall da wo Menschen dem Leben mit Bewusstsein begegnen.
00:29:47: Das ist vielleicht so der kleinste gemeinsame Nenner all der vielen verschiedenen Formen von spiritueller Praxis die die Kulturen der Welt im Laufe der Zeit hervorgebracht haben.
00:29:58: diese Bewusstheit kann sich in einer Haltung der Offenheit des Mitgefühls der Annahme zeigen Annahme des Lebens meiner selbst Annahme meines Gegenübers, so wie es gerade ist.
00:30:11: Und diese Haltung bedeutet auch dass wir jeden Augenblick so gegenwärtig wie möglich wahrnehmen.
00:30:17: Für manche Menschen besteht darin Achtsamkeit zu üben, zu versuchen weniger stark zu bewerten und für jemand anders drückt es sich in dieser zarten Suchbewegung aus das Göttliche in allen Dingen zu entdecken.
00:30:30: Für mich hat Spiritualität viel mit Bereitschaft zu tun immer wieder neu diese immense Herausforderung anzunehmen, das Leben die Menschen mich selbst mit den Augen der Liebe sehe.
00:30:45: Auch die Bereitschaft ein Wir zu denken dass man gegenüber nicht vereinnahmt sondern einfach mit einbezieht.
00:30:52: wenn ich jetzt und dieses wir denke dann fällt mir noch mal ein Spiritualität ist auch Beziehungsgestaltung eine bewusste Gestaltung meiner Beziehung zur Welt zum Leben zur Natur zu mir, zum Gegenüber zur Gemeinschaft.
00:31:08: Jetzt haben Sie schon das Stichwort Natur geliefert.
00:31:11: in Ihren Kursen gehen Sie dann auch in die Natur?
00:31:15: Wie funktioniert das denn also?
00:31:16: inwieweit kann ich da Resilienz lernen?
00:31:19: Im Kurs selber machen wir eine größere Übung, die ich gerne Naturbefragung nenne wo wir versuchen mit einer für uns ganz individuellen, aber zentralen Fragestellungen in die Natur zu gehen und über ein bestimmtes Ritual was ich dann ausführlich anleite eine Antwort sozusagen aus der Natur zu empfangen.
00:31:42: Aber viel einfacher noch ja, viel basaler das kann ich jederzeit mit mir alleine machen, kann uns die Natur ja eine echte Pause verschaffen von dieser wahren und Konsum-und Medienwelt Die meisten von uns ja ein Großteil des Alltags ihres Arbeitslebens verbringen.
00:32:02: Die Schönheit von Wäldern und Flüssen, Seen und Bergen lässt uns aufatmen.
00:32:07: Die schenkt unsere Erholung.
00:32:09: Und diese Fähigkeit Abstand zu nehmen und wirklich zu regenerieren – das ist eine zentrale Aspekt von Resilienz.
00:32:16: Ich kenne kaum etwas was uns dabei besser unterstützen kann als die Natur.
00:32:20: Sie kann uns auch helfen mit unserem Körper wieder neu in Kontakt zu kommen Wenn wir in schöner Umgebung wandern, Rad fahren oder schwimmen.
00:32:28: Da passiert etwas anderes als wenn ich im Fitnessstudio auf dem Ergometer Trainer sitze.
00:32:34: und was ich eben besonders mag und das würde jetzt nochmal an diese Übung dann anknüpfen die Natur kann uns innehalten lassen sie kann uns ins Lauschen bringen kann uns helfen die ganze Schöpfung neu wahrzunehmen Und?
00:32:46: Die Natur enthält viele Bilder.
00:32:50: oder hält diese Bilder für uns bereit, kann man vielleicht sagen ja die auch das Thema der Resilienz sehr gut verkörpern.
00:32:56: Denken Sie nur an die Auferstehungskraft der Sonne zum Beispiel oder An den sprichwörtlichen Fels in der Brandung Die Quelle die uns erfrischt Oder auch der breite Strom dem wir uns anvertrauen können weil der Strom den Weg zu mehr kennt und ich nicht Müsam dagegen anschwimmen muss.
00:33:15: Also ihr Kurs ist wie Ich finde ungeheuer vielschichtig, wird von den verschiedensten Aspekten getragen.
00:33:23: Jetzt hängt es natürlich immer von jedem einzelnen Kursteilnehmerabwasser dann auch wirklich mitnimmt.
00:33:27: was wäre denn ihr Wunsch vielleicht zum Schluss zusammenfassend?
00:33:32: Was die Kurs Teilnehmerin der Kurs teilnehmer hier ganz konkret erleben soll und mit welcher Ressource dann idealerweise sage ich jetzt mal nach Hause geht.
00:33:40: das würden sie sich da wünschen.
00:33:41: Das ist lustig, dass Sie die Frage jetzt so rumstellen.
00:33:45: Ich frage einmal Anfang meiner Kurse normalerweise immer was sich die Teilnehmer denn von dem Kurs wünschen?
00:33:51: Ich selbst wünsche mir eigentlich immer das trotz der Kürze des Zusammenseins ein vertrauensvoller und geschützter Raum entsteht und versuche auch sehr dafür zu sorgen, dass Menschen sich wirklich öffnen können.
00:34:05: Das ist eigentlich eine wichtige Voraussetzung dafür von und selbst, ihm und selbst was Neues entdecken können.
00:34:14: Ich glaube es gibt nicht die eine Ressource mit der Menschen daraus gehen sollen sondern ganz im Gegenteil würde ich sagen das geht darum dass die Menschen die Chance haben zu entdeck'n was als besondere Kraftquelle entweder in ihrem Leben sowieso schon da ist und neue Stärkung braucht oder was es da noch zu entdicken gibt Was so ein Wochenende In aller Regel ermöglicht.
00:34:40: es, dass Menschen die da teilnehmen sich ihre eigenen Resilienz viel, viel bewusster werden.
00:34:48: Dass sie also merken wieviel schon da ist und durch die Anregungen die dann auch von den anderen kommen und die Beispiele die aus dem Leben heraus einfach dann in unserer Mitte sind das man da so neue Zugänge kriegt zu Hause angehen kann.
00:35:08: Also wie das, was ich ohnehin schon in mir trage mehr Raum gewinnen kann ist es so dass wir gemeinsam ganz konkret kleine Übungen machen.
00:35:19: Ich nenne das sogenannte Alltagshelfer die wir im Kurs lernen und dann Zuhause machen können.
00:35:25: ja das sind bestimmte Formen von Atemübungen Entspannungsübung Kleine Visualisierungen.
00:35:32: Ich gebe gerne auch, wenn die Menschen das wollen.
00:35:35: Zum Zugang zur Meditation habe zum Beispiel eine geführte Meditation zu bewegten Sitzen und wenn man sie einmal erlebt hat dann kann man so ein bewegtes Sitzen mit auch an den Schreibtisch ins Büro nehmen oder auch mal vor dem Fernseher üben.
00:35:53: also einiges was ich im Kurs anbiete eignet sich sehr stark dafür ist dann im Alltag zu erproben.
00:36:01: Das klingt vorbei alles sehr spannend und ich glaube, wir sollten gar nicht mehr so viel mehr verraten.
00:36:06: Weil natürlich herzliche Einladung an die Hörerinnen und Hörern dann auch zu ihrem Kurs ins Gluster Beuerberg zu kommen.
00:36:13: Frau Bayer,
00:36:14: herzlichen Dank dass Sie uns schon mal einen Vorgeschmack gegeben haben auf Ihre Kurse zum Thema Resilienz und Spiritualität.
00:36:20: Herzlichen Dank!
00:36:22: Sehr gerne.
00:36:23: Ich bedanke mich auch für das schöne Gespräch
00:36:25: Und alle Zusatzinformationen, die man noch braucht.
00:36:28: Anmeldet Daten für den Kurs.
00:36:29: Wie kann ich mich anmelden?
00:36:31: finden Sie dann auch in unserer Episode-Information zu diesem Podcast.
00:36:36: Am Mikrofon verabschiedet sich Paul Hasel.
00:36:40: Das war unschlagbar!
00:36:42: Der Podcast für Bildung, Glaube und Gesellschaft Eine Produktion
00:36:46: des
00:36:46: MKR im Auftrag des St.
00:36:48: Michaelsbund.
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