Demokratiebotschafter:innen im Dachauer Forum

Shownotes

In dieser Folge stellt Brigitte Strauß ein Projekt aus dem Dachauer Forum vor: die Ausbildung von Demokratiebotschafter:innen. Sie spricht mit Geschäftsführerin Annerose Stanglmayr und dem ehemaligen Bezirksheimatpfleger Norbert Göttler unter anderem darüber, warum politische Bildung heute wichtiger denn je ist und weshalb Demokratie kein Selbstläufer sein kann. Die Teilnehmer:innen des Kurses sind Multiplikator:innen und wollen selbst als Referent:innen tätig werden.

Diskutiert werden Themen wie Menschenrechte, Sprachsensibilität, Argumentationsstrategien gegen extremistische Positionen und die Rolle der Kirche im politischen Diskurs. Dabei wird deutlich: Demokratie ist ein junges, verletzliches Pflänzchen – und sie braucht Menschen, die sie pflegen und verteidigen.

Der erste Kurs war innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Ein neuer Kurs beginnt am 13.4. Anmelden kann man sich hier:

https://www.dachauer-forum.de/veranstaltung/qualifizierungskurs-demokratie-botschafterin/

Zu den Publikationen des Diözesanrats geht es hier:

https://www.erzbistum-muenchen.de/dioezesanrat/publikationen

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:12: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Unschlagbar, dem Podcast für Bildung, Glaube und Gesellschaft.

00:00:19: Mein Name ist Brigitte Strauss und ich bin heute im Dachauer Forum.

00:00:23: Und bei mir sind die Geschäftsführerin Anne-Rose Stangelmeier und Norbert Göttler, den viele vielleicht noch als Bezirksheimatpfleger kennen.

00:00:31: Diese beiden haben sich einen ganz besonderen Kurs ausgedacht.

00:00:35: Sie haben hier nämlich Demokratiebotschafterinnen und Botschafter ausgebildet.

00:00:40: Frau Stangelmeier was ... tun die, wer sind die?

00:00:44: Ja also wir freuen uns sehr dass es geklappt hat Demokratie Botschafter innen zu qualifizieren weil wir finden die Welt-Situation, die Situation der Kommunalwahlen hier anstehen.

00:00:57: Unsere Demokratie ist gefährdet.

00:01:00: Die Frage wer kann sich hier beteiligen Wer kann sich engagieren ist wichtig und so haben wir diesen Demokratiebotschafter Qualifikationskurs ausgeschrieben im Herbst, zuvor.

00:01:14: Und hatten vorsichtig erwartet, na ja vielleicht zehn Leute, die kommen wollen und es waren über vierzig Anmeldungen.

00:01:23: Wir hatten eine Warteliste.

00:01:24: wir waren überwältigt von dem Interesse.

00:01:26: Es hat uns sehr gefreut dass hier Menschen aktiv werden wollen sich für Demokratie einsetzen wollen sich hintergründig informieren und sich stärken für diese Tätigkeit.

00:01:39: Jetzt war das kein Angebot alle Menschen, sondern an Multiplikatoren.

00:01:46: Wie sind sie auf die Idee gekommen das so anzugehen?

00:01:48: Ja wir haben das Ziel dass wir von diesen teilnehmenden Referentinnen und Referenten gewinnen die hier auch wiederum aktiv werden können.

00:01:58: also multiplizieren des thema.

00:02:02: Es ist nicht ganz einfach, ob das so gelingt.

00:02:05: Wir müssen abwarten aber wir haben jetzt auf jeden Fall thirty-three zertifizierte Teilnehmende.

00:02:12: die sind motiviert.

00:02:14: Wir sind im Kontakt mit ihnen.

00:02:15: es geht weiter und ich freue mich darauf dass da richtig viele Referenten aktiv werden.

00:02:23: Gab's irgendeinen konkreten Anlass wo sie gesagt haben Mensch ich glaube sowas ist mal nötig?

00:02:27: Na gut Man braucht eigentlich sich nur über die Weltpolitik täglich informieren, dann hat man jeden Tag einen neuen Anlass.

00:02:35: Also ich finde, die Weltsituation ist so schwierig geworden mit Ukrainekrieg, mit Trump, mit Klimawandel, mit den Herausforderungen, die wir hier auch im Landkreis Dachau konfrontiert sind und die politische Situation mit denen.

00:02:52: Parteien, also die demokratischen Parteien kommen immer stärker unter Druck.

00:02:57: Ich sag's wie es ist.

00:02:58: wir sind in großer Sorge wie die AfD hier immer mehr an Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht.

00:03:05: Einer der Referenten in diesem Kurs war Norbert Göttler und sie wollten gerade gleich etwas anfügen?

00:03:12: Zur Frage was so ein konkreter Anlass ist du hast zurecht gesagt die Weltpolitik spielt natürlich eine Rolle aber wir leben hier ganz konkret ländlichen Regionen, Dachau und Karlsfeld jetzt schon Urbana aber das Hinterland ganz stark ländlich.

00:03:26: Und wir haben die folgende Erfahrung dass es Orte gibt, die haben zum Beispiel nur zehn Prozent AfD Anteil und andere Orte die haben dreißig fünfunddreißig Prozent.

00:03:35: Soziologisch sind sie völlig gleich da spielt kein Unterschied.

00:03:38: Das heißt der Lerneffekt war für uns da gibt's jeweils Meinungsmacher Stimmungsmacher Pro-Demokratie gegen Demokratie.

00:03:45: Und wir müssen unsere Seite stärken und Leute ausbilden, auch vor Ort im Wirtshaus in der Familie, im Verein Rede und Antwort stehen zu

00:03:55: können.".

00:03:56: Und wir glauben dass selbst unsere Multiplikatoren da eine gewisse Grundausbildung noch mehr brauchen.

00:04:01: das sagen die selbst auch und das wollten wir anbieten.

00:04:04: Da sind wir eigentlich schon mitten drin in dem was sie dann angeboten haben.

00:04:07: also es gab ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten mit Argumentationshilfen.

00:04:12: Aber sie wollten auch erst mal quasi ans Eingemachte, der erste Block hatte zum Beispiel ... Den Titel hat unsere Demokratie noch eine Zukunft?

00:04:21: Wie kommen wir mit ihr durch kritische Zeiten?

00:04:23: also ganz ehrlich natürlich hat unsere demokratie doch noch ne Zukunft oder?

00:04:28: Da sind Sie sehr optimistisch!

00:04:30: Ich hoffe es auch dass es so ist.

00:04:32: aber wir müssen dazu tun.

00:04:33: von selbst hat sich diese Zukunft nicht.

00:04:35: Man kann nicht sagen, Demokratie gibt es so und solange.

00:04:37: Aber menscheitsgeschichtlich ist das ein junges Pflänzchen auch ein sehr volatiles und immer verletztliches Pflanzchen, das Pflege braucht.

00:04:45: Und daher ist der erste Teil unseres Kurses so dass wir auch eine gewisse politische Bildung betreiben.

00:04:51: was ist Demokratie?

00:04:53: Welche unwahrscheinlich verschiedenen Formen gibt es eigentlich?

00:04:55: ganz viele sagen ja irgendwo in der Welt.

00:04:58: die können ja gar nicht Demokratie und das halte ich natürlich schon für rassistisch.

00:05:02: eine Form von Demokratie wird es immer geben können.

00:05:06: Aber es gibt unterschiedliche Formen, die man unterschiedlich pflegen

00:05:08: kann.".

00:05:09: Was waren dann so die Diskussionsinhalte?

00:05:11: Also wie gesagt für mich war jetzt dieser Titel völlig klar da sind sich ja alle einig.

00:05:14: aber offensichtlich gab's ja einige kontroverse Diskussionen auch dazu.

00:05:18: Ja kontrovers ist zum Beispiel die Frage wir kommen dann im zweiten Teil Menschenrechte auch noch mal dazu ist Demokratie, so wie wir sie kennen und Menschenrechte.

00:05:27: Ist das nicht bloß etwas der Weststaaten?

00:05:30: Kann man das überhaupt übertragen auf andere Staaten in Asien, Afrika und sonst was?

00:05:34: Da gibt es ganz viele Menschen die sagen, nee, das geht halt woanders nicht.

00:05:37: Warum?

00:05:38: Weil die sagen ... Die Kultur dieser Länder ist so unterschiedlich und anders gelaufen dass denen sozusagen demokratisches Denken fremd ist.

00:05:47: Ich referiere nur ich würde sagen nein das ist falsch.

00:05:50: Die Form von Demokratie kann ganz unterschiedlich sein, das haben wir ja hier in Deutschland auch erlebt.

00:05:55: Direkte indirekte Demokratie und so weiter aber eine Form von Mitbestimmung von Menschen rechtlich mitbestimmen will eine Bevölkerungsschicht überall.

00:06:05: Das ist meine tiefe Überzeugung.

00:06:07: Wenn wir nochmal kurz übersetzen was heißt denn Demokratie noch mal?

00:06:11: Also man müssen überlegen was war vorher?

00:06:12: das waren Monarchien also die Macht In dem Staat war einigen wenigen zugetan, den Monarchen, Monos oder dann auch einigen Wenigen klicken wenn man so will.

00:06:23: Oligarchen das kennen wir heute auch noch.

00:06:25: und die große Revolution hauptsächlich natürlich der Aufklärung der europäischen Aufklärungen ist dass ja wir brauchen Macht.

00:06:32: es wird macht immer eine Rolle spielen aber die Macht muss begrenzt sein.

00:06:36: Die Macht muss zeitlich begrenzt sein juristisch und sie muss letztendlich in der Hand des Volkes

00:06:41: liegen.

00:06:42: Im zweiten Teil, Sie haben es eben schon angedeutet, ging es um die Menschenrechte und um den Artikel eins unseres Grundgesetzes.

00:06:48: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

00:06:51: Sie stellen die Frage sind die Menschenrecht heute noch universell einforderbar?

00:06:55: Kann es da überhaupt Grenzen geben?

00:06:57: vor allen Dingen zweiter Teil der Frage für Menschen, die sich Christen nennen.

00:07:02: also man könnte meinen dass die frage klar ist.

00:07:05: das ist überhaupt nicht.

00:07:06: ich würde sagen selbst wenn sich hier in deutschland zehn leute fragen Dann sagen mindestens fünf Nein.

00:07:12: Diese Form von Menschenrechten, wie sie in nineteenhundertachtundvierzig formuliert wurden das ist halt auch was auf dem christlichen Boden gewachsen ist, was westeuropäisch ist vielleicht ein bisschen mit Ausstrahlung aber Länder wie China Russland Afrika einige anderen kann man so nicht regieren.

00:07:28: Das ist auch mittlerweile wieder eine Argumentationslinie vieler despotischer Staaten, die sagen wir fühlen uns da nicht mehr dran gebunden.

00:07:36: Das ist auf eure Mist gewachsen sozusagen und wir haben ja ganz andere Vorstellungen.

00:07:41: auch da würde ich sagen das würde ich nicht mittragen dass es immer die Argumentation der Mächtigen.

00:07:46: fragen sie jemanden der im Folterkeller sitzt oder im Gefängnis der wird andere Meinungen haben.

00:07:51: aber das ist nicht bloß Randmeinung.

00:07:53: auch bei uns ist die Frage kann man Menschenrechte noch universal einfordern umstritten?

00:07:59: Oder schon entschieden?

00:08:00: nein man kann es nicht.

00:08:01: und dagegen Wie haben wir uns?

00:08:03: Wo waren für die Teilnehmenden die Grenzen, gab es Leute, die gesagt haben aber da geht's jetzt nicht mehr.

00:08:08: Also bei uns gibt es irgendwo Leute, der ihre Menschen würde verwirkt haben oder so was.

00:08:14: Also man muss ja sagen, wer zu unseren Kursen kommt und zu diesen Fortbildungskursen ist ja schon sehr sensibilisiert für diese Themen.

00:08:23: Wir haben in der Regel keine Positionen die vollkommen konträr dagegen sind.

00:08:27: aber es gibt Diskussionen.

00:08:28: natürlich wir haben vorher schon besprochen welche Nomenklatur darf man verwenden?

00:08:32: Was darf man sozusagen noch sagen was nicht?

00:08:35: berühmte N-Wort, I-Worts, Z-Words?

00:08:38: das hat Diskussionen mit sich gebracht dass es war da sind wir auch ausführlich darauf eingegangen.

00:08:43: Aber noch ist es so, dass wir die Blase derer, die uns zugetan sind, noch nicht massiv durchbrechen können.

00:08:49: Also das heißt mit rechtsradikalen Rechtspopulisten direkt im Gespräch sind wir auch bisher noch kaum.

00:08:57: Sie haben gerade gesagt, das N-Wort, das I-Worts und das Z-Word?

00:09:00: Das N-wort ist ziemlich bekannt!

00:09:02: Das Z Wort dürften Disney und Roma sein – was ist das i?

00:09:06: Das habe ich nicht gewusst.

00:09:07: Also da ist international sehr in der Diskussion.

00:09:10: Indianer, Indios... Es gibt für alle drei Wörter mittlerweile gute Ersatzworte, die nicht bloß wahnsinnig kompliziert sind und eigentlich nicht verwendbar sind.

00:09:20: Also man kann sich da schon behelfen bei dem E-Wort während indigene Bevölkerung zum Beispiel.

00:09:25: Das ist völlig unstrittig!

00:09:27: Jetzt sind wir schon beim Thema Sprache – wie wichtig ist das denn?

00:09:30: Weil es gibt ja viele Leute, die sagen «ja komm ich habe das jetzt immer gesagt und ich meine es doch auch nicht böse».

00:09:35: Und was macht das dann wenn ich weiter Wörtern benutze, die politisch nicht korrekt

00:09:40: sind?!

00:09:41: Also erstens muss man wissen, ich komme aus der Branche.

00:09:44: Sprache macht auch Wirklichkeit – es ist nicht bloß belanglos was man sagt.

00:09:48: Zweitens, Sprache hat immer Veränderungsphasen hinter sich und manches, was früher vielleicht unproblematisch war wird von den Betroffenen heute als problematisch empfunden.

00:09:57: Ich würde sogar sagen dass ältere Menschen, ich nenne das Wort durchaus die Neger sagen, das ist gar nicht so abschätzig und gehässig meinen.

00:10:06: Aber über den Umweg des Begriffs Neger in Amerika, USA ist es doch für praktisch alle Betroffenen heute Abschätzung gemeint.

00:10:14: Und da muss man schon darauf reagieren.

00:10:17: Also es gibt einem Veränderungsbedarf und dem muss man auch Rechnung tragen.

00:10:21: Ich bin aber auch der Meinung dass man vieles auch der Geschichte überlassen kann.

00:10:25: Es gibt Börter die sind von selber aus gestorben Zum Beispiel?

00:10:30: Der Begriff Moor.

00:10:32: Er ist auch nicht politisch korrekt, aber er ist heute doch so im Hintergrund.

00:10:37: Junge Leute wissen schon gar nicht mehr was das meint.

00:10:39: Da würde ich ihn gewisserweise zur Gelassenheit raten und dieses Aussterben einfach hinnehmen ohne große Aktionen machen zu müssen!

00:10:46: Zum Beispiel auch Indianer sagen viele Menschen, das kenne ich ja von Karl Mayherr und da ist der Indianer oft sogar als edle Gestalt gezeichnet.

00:10:54: Der Winnetur und so was.

00:10:56: Das muss man schon in Rechnung stellen.

00:10:58: also ich würde in vielen Fällen eher zur Gelassenheit tendieren als zu sehr aufgeregten Populismus weil manches hat sich hier auch schon ergeben.

00:11:06: Sigoyna sagt zum Beispiel heute nur mehr die es auch gehässig meint

00:11:10: Tatsächlich!

00:11:11: Die Menschen sagen's aber selbst oft noch

00:11:15: in anderen Ländern.

00:11:16: Ich war dreimal in Rumänien, da sagen die einen Zigeuner und die anderen Zigeuna.

00:11:21: In Westdeutschland oder Westeuropa ist es abschätzig.

00:11:25: Es hat sich doch schon sehr stark Sinti und Roma durchgesetzt.

00:11:29: also ich bin eher für den evolutiven Prozess als für eine große Aufregung.

00:11:34: aber man muss auch zur Kenntnis nehmen dass Rechtspopulisten diese Diskussion als Schlagwort verwenden und sagen ihr seid ja Sprachpolizei und so was, darf ja nichts mehr sagen.

00:11:46: Ich habe mal gehört wichtig ist vor allem wie die Menschen dieses Wort empfinden um wie es geht?

00:11:52: Genau!

00:11:53: Also wenn's bei uns jemand sagt ich meine doch das Wort Neger gar nicht negativ dann glaube ich das dem schon.

00:11:59: aber die ganz große Mehrheit der Betroffenen die ein ganz unterschiedliches von Südafrika bis Südamerika ansonsten empfindet es als diskriminierend und ich glaub schon dass man den Rechnung tragen soll.

00:12:10: Jetzt gab es auch ein Modul, da ging's um Sprache.

00:12:14: Da ging es um Argumentationshilfen.

00:12:16: Das haben nicht Sie geleitet?

00:12:18: Um welche Themen gingen sie denn da?

00:12:20: Es war die Sophie Engel, die uns als Referentin hier zur Verfügung stand.

00:12:24: Die hat interkulturelle Pädagogik und Mediationen also einen wirklich breiten Hintergrund zum Thema.

00:12:33: Sie hat vor allem natürlich betont wer schweigt ist stilles Zustimmen, also in dem Gespräch und der Kommunikation zu reagieren.

00:12:44: grundlegend mal wichtig, so ihre Botschaft und die Formen wie das gehen kann.

00:12:50: Man kann sich knapp abgrenzen.

00:12:51: Es hängt immer von der Kommunikationssituation an sich ab.

00:12:55: Wie ist die Beziehung zwischen den Kommunikatoren?

00:13:01: Und in der Rahmen muss klar sein ob man nur mit einer

00:13:05: kurzen

00:13:06: auch körperbetonten Geste sagt da bin ich anderer Meinung und steige aber nicht tiefer ins Gespräch ein oder Situation, wo ich mich auch auf ein Gespräch einlassen kann.

00:13:17: Da empfiehlt sie natürlich zu hören mal hören wo sind die Hintergründe und festklopfen auf das konkrete Nachfragen was denn konkret uns weiter.

00:13:28: also da waren alle sehr interessiert und offen sich da auch Impulse mitzunehmen.

00:13:34: Aber dazu muss man sich dann im Prinzip recht gut auskennen, damit man nachbohren kann und gegenargumentieren kann.

00:13:40: Oder ist Gegenargumentierung gar nicht so wichtig?

00:13:43: Sondern vor allem Position beziehen!

00:13:45: Ja also die Sorge hatte Sophie Engel schon so formuliert das immer mehr Argumente auch noch nicht gegenüber überzeugt oder da die Position stärkt sondern dass da viele andere Aspekte eine Rolle spielen.

00:13:58: aber es ist mit Sicherheit so dass man Fakten kennen muss um auch da reagieren zu können.

00:14:05: Also wenn man sich da informieren will, es gibt ja auch... viele Unterstützung her.

00:14:09: Also auch der Diözysanrat hat eine schöne Broschüre rausgebracht, wo man sich auch Argumente nochmal holen kann gerade zu dem Thema Migrantinnen und Migranten.

00:14:19: Genau!

00:14:19: Da gibt es verschiedene Aspekte.

00:14:21: aber auch sagen wir mal zum Thema Hintergrundwissen.

00:14:24: Demokratie ist es auch wichtig.

00:14:26: was ich auf selber für eine Haltung habe glaube ich an die Demokrat bin ich überzeugt davon das ist meine Gewehr für Freiheit?

00:14:35: oder denke ich anders über Demokratie ist eher ein überholtes System oder hat nicht mehr die Wirkung wie Trump mit seiner Autorität hier wirkt.

00:14:43: Also ich finde, die Grundhaltung dahinter ist im Gespräch nachher auch absolut

00:14:48: wichtig.".

00:14:49: Sie haben gerade schon Trump angesprochen und wollen einen kurzen Schwenk machen zu der Unterwanderung der katholischen Kirche durch Rechtsextreme?

00:15:00: Und ich als Außenstehender, die anerose Kirchliche angestellte.

00:15:04: Ich würde schon sagen, dass ich mit genug tun und feststelle, dass es kirchliche Einrichtungen gibt, die sich sehr intensiv mit dieser Thematik beschäftigen und auch deutlich äußern.

00:15:14: Das geht hin bis zur Bischofskonferenz, das geht hin zu erwachsenen Bildung, also ganz viele.

00:15:21: Das darf man aber nicht dazu führen, völlig unkritisch zu sehen.

00:15:24: Es gibt auch innerhalb des kirchlichen sowohl katholischen wie evangelischen auch Strömungen, die völlig undemokratisch sind.

00:15:31: Ich würde sagen es gibt sogar eine Art Klerikalfaschismus.

00:15:35: Ja

00:15:36: das Wort aber ich habe jetzt gerade auch so ein bisschen genickt.

00:15:39: also als Frau in der Kirche sieht man demokratie vielleicht etwas anders.

00:15:44: So muss man das auch sehen, also man muss wirklich positiv sehen was als Unterstützung geboten wird.

00:15:51: Das sehe ich auch.

00:15:52: da würde ich mir von anderen gesellschaftlichen Gruppierungen ähnliches erwarten.

00:15:57: aber man muss auch die Wunden sehen wie wir selber haben.

00:16:00: und wenn wir es jetzt weltweit sehen die Rolle der Religionen in diesem Antidemokratischen Prozess darf man nicht unterschätzen.

00:16:08: Wenn wir jetzt zum Beispiel erst einmal Richtung Putin schauen, der ganz massiv unterstützt ist von der russisch-orthodoxen Kirche – was eine große Katastrophe ist, finde ich!

00:16:18: Aber auch wenn wir im Westen schauen, Trump, der unterstützt es von evangelikalen Strömungen und all das ist nicht so, dass das von uns weit weg ist.

00:16:26: Also diese Strömung brengen schon in die westeuropäischen Kirchen.

00:16:30: Das muss man genau hinschauen.

00:16:32: Einem Landkreis wie diesen gibt es nicht nur Befürworter dieser Arbeit des Forums innerhalb der Kirche.

00:16:38: Es gibt auch kirchliche Kreise, die davor ganz stark warmen.

00:16:41: Haben Sie da irgendwo Gegenwind bekommen?

00:16:43: Na gut also offenen Gegenwind nicht muss ich sagen aber es gibt nämlich so einen stillen Widerstand der dann eben nichts unterstützt unsere Angebote nicht in dem Sinne mitbewirbt und das kommt durchaus vor.

00:16:56: So nachdem Motto ach kümmert euch doch um so kirchlichere Sachen.

00:16:59: Ja, so in etwa.

00:17:01: Also Politik und Kirche, nein gut da gibt es natürlich auch unterschiedliche Meinungen.

00:17:05: ich denke die Bischofskonferenz hat sich klar positioniert.

00:17:08: unser Kardinal hat sich Klar positioniert.

00:17:11: wie's dann vor Ort überall ausschaut das ist divers und unterschiedlich.

00:17:16: Herr Göttler Sie hatten gerade schon gesagt im Osten ist es die orthodoxe Kirche die Putin unterstützt.

00:17:21: In den USA sind das die Evangelikalen die Trump unterstützen auf AfD-Demos, also ich sage jetzt bewusst AfD- Demos nicht die Gegendemos.

00:17:31: Gibt es auch Leute mit Kreuzen auftauchen?

00:17:34: Es war immer so dass man aus der christlichen Lehre alles Mögliche ziehen kann.

00:17:39: das ist wie im Islam auch.

00:17:40: da gibt's vollkommen pacifistische Tendenzen und gewaltbereite Tendenz so auch im Christenturm und jeder kann wenn er Partu will Argumente finden.

00:17:50: diese Argumnte haben momentan nichts die Mehrheit der Kirche hinter sich.

00:17:53: So haben wir es ja gesagt, aber geben tut diese Elemente und dagegen wollen wir eben auch ein gewisses Statement dagegen abhalten.

00:18:02: Es ist in der Tat so, dass wir in keiner Weise Partei-Politik machen.

00:18:06: Aber Politik ja – politisch, gesellschaftspolitisch muss Kirche sein, muss Erwachsenenbildung sein das heißt die Bandbreite zeigen und auch sich positionieren einer bestimmten Partei zuzuarbeiten.

00:18:21: Sie hatten noch ein drittes Modul mit vier Begriffen, die ziemlich kompliziert sind.

00:18:26: Leitkultur, Multikulti, Verfassungspatriotismus und Chauvinismus.

00:18:31: Gibt's da jeweils zwei Wortpaare?

00:18:33: Also ist Leit-Kultur chauvinistisch, ist Multikulty, Verfassungspatriotismus oder was ist dabei rausgekommen?

00:18:39: Das sind ja richtige Schlagworte!

00:18:42: Ich habe Eingangs gesagt wir wollen nicht bloß einen Katalog von Argumenten liefern.

00:18:47: den könnte man kopieren Schlagworten mit den wichtigen politischen Begriffen auseinandersetzen, die am Stammtisch genauso wie in der Vorlesung passieren.

00:18:59: Und da sind das jetzt vier Beispiele.

00:19:02: Man kann diese Kombination nicht so machen.

00:19:04: zum Beispiel wenn man Multikulte nimmt und Leitkultur nimmt dann sind das zwei Begriffe, die unter ganz anderen Bedingungen entstanden sind aber eine Geschichte des Scheiterns hinter sich haben, die man heute eigentlich so nicht mehr verwenden sollte.

00:19:18: Aber das muss man halt auch wissen, in der extremen Form haben sie beide ausgedient.

00:19:22: Das sagen sogar deren Erfinder wenn man so will.

00:19:26: Aber das sind so Elemente die man vielleicht in der allgemeinen Diskussion kaum hört und wo man Zeit hat zwei Stunden drüber zu sprechen dann ja aber ich bin ja der ehemalige Bezirks Heimatpfleger.

00:19:37: Das heißt auch ein Begriff Heimat ist extrem problematisch.

00:19:41: Man kann ihn wunderbar verwenden, man kann ihn auch ideologisiert verwenden.

00:19:45: Chauvinismus will keiner mehr ist aber vorhanden.

00:19:49: Heimatliebe im besseren Sinne, ja und diese Ausgewogenheit versuchen wir da zu

00:19:53: stellen.".

00:19:54: Genau die Frage ist ob man jemandem ausschließt oder einschliesst durch die Definition was meiner Heimat ist?

00:20:00: Wie sind denn diese Diskussionen abgelaufen?

00:20:02: also sind sie da jeweils zu einem Ergebnis gekommen oder haben Sie referiert?

00:20:06: oder wie funktioniert so ein Block dann eigentlich?

00:20:09: Also wir sind ja im Bereich der Erwachsenenbildung.

00:20:10: Das heißt, das ist auch Wissensvermittlung und wir haben gesagt natürlich muss zunächst auch ein Impulsvortrag stehen und die Leute haben auch mitgeschrieben.

00:20:20: Allerdings geht es eben dann auch in die Diskussion, auch in den Kontroverse-Diskussionen.

00:20:24: Das hat an den Abenden stattgefunden in Maßen weil wir natürlich auch zeitlich uns begrenzt haben.

00:20:28: Es soll jetzt in dem Sinn kein Stammtisch sein sondern eine Bildungsveranstalter.

00:20:32: Die Folge war aber schon dass du vorher angesprochen hast, dass er der Bedarf da war Besonders für die, die dann aktiv werden wollen eine Art Coaching weiterzuführen.

00:20:42: Viele fühlen sich schon erst einmal verunsichert und nicht so ganz wohl in ihrer Haut.

00:20:46: Und wenn wir da jetzt alle sechs Wochen einen kleinen Coaching-Einheit anschließen, denke ich, dass das ein gutes Argument

00:20:52: ist.".

00:20:53: D.h.,

00:20:53: die Leute, die jetzt ein Zertifikat erworben haben – Frau Stangenmayer, sie kommen wieder zu Ihnen und können erzählen, in der Praxis ist mir das und das passiert?

00:21:02: Was mache ich denn da oder wie funktioniert es

00:21:04: jetzt?".

00:21:06: So funktioniert es.

00:21:08: Wir haben alle sechs bis acht Wochen jetzt einen Termin uns vorgenommen, regelmäßige Treffen und wir kündigen auch immer so ein inhaltlichen Teil an.

00:21:17: Also letztes Mal hat man gerade das Wording nochmal aufgegriffen.

00:21:22: Nächstes mal Religion in Deutschland.

00:21:25: dran, das vorzubereiten.

00:21:27: Also es gibt immer einen inhaltlichen Impuls auch da und es gibt natürlich so ein Abholen der Teilnehmenden dass sie sich auch ihre Themen vielleicht nochmal verstärkt suchen vertiefene Themen aufgreifen können mehr Wissen zu AfD oder mehr Wissens zu anderen identitären Bewegungen, dass wir hier eben Referentinnen und Referenten haben die zu den Themen was sagen können.

00:21:53: Und das vielleicht nicht nur bei uns im Landkreis Dachau sondern Wir sind ja da auf Bayern Ebene angefragt ob wir hier uns auch einbringen wollen.

00:22:03: und da denken wir gerade drüber nach wie es möglich sein kann, dass für Bayern hier Angebote Referentin und Referente zur Verfügung stehen.

00:22:12: Sie bieten das auch Bayern weit an.

00:22:14: Was hat's denn damit auf sich?

00:22:16: Das ist ja noch mal ein Riesenschritt weiter!

00:22:19: Ja, also wir sind hier ausgegangen im Landkreis Dachau und Norbert Göttler.

00:22:23: Und er wie im Dachauer Forum haben das entwickelt, angeboten... Aufmerksamkeit erregt.

00:22:31: Also so wie wir überrascht waren von den Teilnehmenden, die sich da gemeldet haben, gab es auch andere Stellen, die auf dieses Angebot aufmerksam wurden.

00:22:40: Wir hatten ja unsere Kooperationspartner Freising und Fürstenfeld-Bruck hat uns gleich von Anfang an ... Die haben schnell Ja gesagt und fragen nach, wann ist der nächste Kurs?

00:22:50: Es freut uns, dass der Bedarf spürbar ist.

00:22:53: Und jetzt kam eben auch die Bayern, Ebene-Kaibi Bayern auf uns zu, die hier auch Interesse haben.

00:22:58: Also es kann hier so ein Projekt und Pilot entstehen, der eben auch noch in andere Bildungswerke in Bayern hineinwirkt.

00:23:08: Kommen wir vielleicht nochmal zurück zu dem der im Dezember zu Ende gegangen ist.

00:23:12: Wir haben jetzt gerade keinen

00:23:13: Teilnehmer,

00:23:14: keine Teilnehmerin da.

00:23:15: Was haben die denn so erzählt?

00:23:16: Warum haben sie sich angemeldet?

00:23:18: Was hat die an diesem Angebot

00:23:19: gereizt?".

00:23:20: Also die Teilnehmergruppe war sehr divers was uns auch sehr gefreut hat.

00:23:25: es war vom Alter her sehr divers waren ganz junge Frauen und Männer da und auch ältere Herrschaften.

00:23:31: Es waren ganz neue Leute für uns und auch welche, die wir schon gut kannten.

00:23:35: Also so Referenten, die bei uns rund gehen in der KZ Gedenkstätte machen – das ist ein großer Referentennstamm im Dachau-Forumsjahr.

00:23:45: viele jahrzehntelange Arbeit, die wir da machen an der pädagogischen Arbeit in der Gedenkstätte.

00:23:50: Das ist ja etwas was man vielleicht vergisst.

00:23:52: Die kommen ja wahrscheinlich genau mit dieser Thematik täglich in ihrer Arbeit in Kontakt?

00:23:57: Ja so ist es und es hat uns auch überrascht dass da einige sich angemeldet haben.

00:24:02: ich habe dann nachgehakt und wir haben auch bei der Auswertung gehört Was war ihr Interesse?

00:24:08: Sie wollten hier stabile Argumentieren können für Demokratie, Hintergrundwissen haben.

00:24:14: Argumente haben die sie für ihre Referentätigkeit in der Gedenkstätte auch anwenden

00:24:19: können.".

00:24:20: Das heißt, die waren manchmal tatsächlich in ihrer Arbeit sprachlos ob der Dinge, die da an sie herangetragen wurden oder wie verstehe ich

00:24:26: das?".

00:24:27: Genau.

00:24:28: Sie haben ja, sagen wir mal, ihre historischen Fakten, die sie weitergeben – das ist ja unumstritten – aber es geht immer auch um den Transfer ins Heute.

00:24:35: und was passiert heute mit unserer Demokratie?

00:24:38: Also da gibt's ja auch wirklich bedenkliche Parallelen wenn man sich das überlegt, also wenn ich denke am dreißigsten Januar, wo der Hitler als Reichskanzler ernannt und am zwanzweinzigsten März.

00:24:50: Dreiunddreißig wurde das KZ Dachau eröffnet, also ich finde diese Parallelen zu wissen und mit denen sind wir halt hier auch in besonderer Weise konfrontiert.

00:25:00: Und deshalb auch sehr sensibel für die Fragestellungen was Demokratie bedeutet.

00:25:06: Haben

00:25:07: die Teilnehmenden denn auch so ein bisschen gespiegelt?

00:25:10: Was ist das Wichtigste für sie war, was sie gelernt haben oder das Überraschendste?

00:25:15: Wie gesagt, die meisten Teilnehmer kommen zunächst konkrete Fragestellungen, wie gehe ich mit Situationen um den meiner Familie in meinem Verein stattfinden.

00:25:24: Und was kann ich gleich dazu sagen wenn da jemand extremistische Positionen äußert?

00:25:29: Da haben wir gesagt gemacht, erst wollen wir natürlich ein bisschen Theorie bieten.

00:25:34: Da sitzt der eine vielleicht und der andere hat zunächst ein bisschen gezuckt.

00:25:37: aber dahinterher haben sie gesagt das ist doch wichtig dass man sich erstmal grundsätzlich mit Themen auseinandersetzt dann kann man schon auch zu einem Fragekatalog kommen.

00:25:46: Also die prinzipielle Auseinandersetzung, die halt einfach auch ein bisschen Zeit kostet und alles zusammen nicht in einem Abend zu leisten ist.

00:25:53: Sondern in sechs, sieben, acht je nachdem.

00:25:55: das ist letztendlich gut angekommen.

00:25:58: war aber nicht erste Intentionen von Leuten, die gekommen sind?

00:26:01: Ja ich stimme gerade vor wenn ich da in Dachau eine Gruppe von welchen Menschen noch immer durch die Gedenkstätte führe und ja sind Menschen dabei die Fakten leugnen.

00:26:11: wie geht man damit um?

00:26:12: haben Sie darüber gesprochen?

00:26:14: Also es ist richtig, dass eine Gruppe die bei uns teilgenommen hat, Begleiter der KZ Gedenkstätte sind.

00:26:19: Die berichten darüber das nicht.

00:26:21: die Regel ist, dass es zu großen Grundsatzdiskussionen kommt.

00:26:24: in der Regel führen die Schuldlassen, Gruppen die sowieso sehr interessiert und sensibilisiert sind.

00:26:30: aber im Einzelfällen kommt es zu Diskussionen manchmal auch zu kontroversen.

00:26:35: Diskussionen Ist im Rahmen einer solchen Führung nicht befriedigend zu lösen weil die Leute auf dem Gelände unterwegs.

00:26:42: Aber für diese Einzelfälle und für diese Einschätzungen fanden diese Teilnehmenden unsere Angebote sehr wichtig, einfach um den Hintergrund ein bisschen zu stärken.

00:26:51: Und manche der Gruppen die in die Gedenkstätte kommen wollen dann auch zusätzliche Angebote wo sie hingehen.

00:26:56: Und da finde ich ist dieses Angebot des.

00:26:58: Wir leisten eine Zusatzangebot.

00:27:01: Sie haben ja gesagt, die kommen jetzt noch mal wieder zusammen zu verschiedenen Themen.

00:27:05: Hat da mal jemand gespiegelt, dass er seinen Wissen oder ihr Wissen schon mal ganz konkret anwenden konnte?

00:27:12: Er hat gesagt, Mensch das hätte ich voll im Kurs nicht auf die Reihe gekriegt, mich so hinzustellen.

00:27:16: Also so ganz konkrete Erzählungen haben wir noch keine bekommen.

00:27:21: Wir haben ja jetzt eigentlich immer mehr über unsere Motive und unsere Ziele.

00:27:25: in welche Richtung können sich die Themen entwickeln.

00:27:27: Aber wir haben schon zurückgespiegelt bekommen, dass die Leute sagen Ich habe jetzt mehr Klarheit im Kopf Ich habe mehr Hintergrundwissen, fühle mich gestärkt.

00:27:36: Fühl mich ermutigt.

00:27:38: also solche Sachen im Netzwerk aktiv zu sein das finde ich auch ein ganz wesentlicher Punkt den wir hier im Landkreis Dacher auch umsetzen.

00:27:47: Partnerschaft für Demokratie, jundetisch gegen Rassismus, Demokratie im ländlichen Bereich.

00:27:52: Also da gibt es ganz starke Netzwerke und durch diesen Demokratiebotschafter Qualifizierungskurs ist auch nochmal ein Baustein-Netzwerkarbeit dazugekommen.

00:28:04: also die Ermutigung ich bin ja nicht alleine unterwegs sondern mit vielen anderen und ich hole mir hier auch den Mut selber aktiv zu werden.

00:28:14: Gab es da auch Vernetzungssituationen unter den Teilnehmenden, dass die vorher gar nicht gewusst haben?

00:28:20: Mensch euch gibt's ja auch noch.

00:28:22: Lass uns mal was zusammenmachen!

00:28:23: Weil das ist ja auch das schöne Gefühl Wir sind mehr.

00:28:27: Es gibt zwar eine starke Rechte Bedrohung aber wir sind siebzig, achtzig, neunzig Prozent.

00:28:33: wenn Sie sagen zwischen zehn und dreißig Prozent sind die Ergebnisse hier.

00:28:37: Ja, es gibt ein Demokratiebündnis im Landkreis und einer der Hauptakteure ist auch bei uns im Qualifizierungskurs gewesen.

00:28:46: Und da gab's auch Vernetzungen.

00:28:47: dann auch Richtung Fürstenfeldbrück – auch dort gibt's einen Demokratie-Bündnis.

00:28:52: Auch da war die Trägerin mit im Kurs.

00:28:55: also hier der Austausch wie in diesen Bündnissen aktiv zu sein oder wie man da auch gemeinsam aktiv werden kann das Fahrthema

00:29:04: Und hat die Leute dann auch gestärkt?

00:29:05: Also wie bei diesem Gefühl, wenn ich auf eine Demo gehe.

00:29:08: Hälfte sind ja viel mehr als die anderen.

00:29:09: Es hat hier vor kurzem auch eine große Demo gegeben.

00:29:13: Schon eine ganze Reihe von Demos mit vielen tausenden Teilnehmern und da kann man sich natürlich fragen was bewirkt deine Demo?

00:29:19: das wird keinen AfDler irgendwie überzeugen.

00:29:22: nein aber es ist eben so dass gelegentlich auch optisch klar gemacht werden muss wir sind immer noch viele und man sieht wer dabei ist.

00:29:30: Man muss aber auch sagen Die Köpfe, die diese Demo organisiert sind oft kirchlich organisiert und kirchliche engagiert haben aber auch kritischen Widerstand aus der Kirche hier vor Ort.

00:29:40: Ich weiß, ich muss jetzt keine Namen nennen, aber ich weiß von Fahrern, von Diakonen, die dagegen hetzen.

00:29:45: Sie sagen da geht ja nicht hin Pfarreimitglieder das gibt es auch.

00:29:50: damit muss man auch leben können.

00:29:52: vielleicht noch ein zweites was uns in der Arbeit wichtig ist.

00:29:55: natürlich sind wir genauso gegen jeden Art von Linksextremismus.

00:30:00: Das spielt auch eine Rolle bei uns.

00:30:02: Multikulti wird von uns sehr stark kritisiert, aber die Wahlergebnisse in der Linksradikalien sozusagen sind natürlich bei Weiten momentan nicht so besorgniserregend wie die der Rechtsradikalen.

00:30:12: und wenn wir jetzt nochmal die Rechtsradikalen oder Rechtspopulisten unterscheiden das gibt da meines Erachtens ich möchte es zahlenmäßig nicht festmachen.

00:30:20: aber zwei Teile Die einen die sich ideologisch komplett festgelegt haben teilweise Funktionäre von Parteien sind und so mit denen ist glaube ich ein Irgendwie gearteter Dialog nicht mehr möglich.

00:30:32: Da gibt es nur die politische Kontroverse und sie versuchen soweit wie möglich einzudämmen.

00:30:37: Es gibt aber auch einen zweiten Teil, ich möchte sagen eine Grauzone von Menschen Die unsicher sind, die unzufrieden sind mit ganz vielen Und in einer ersten Reaktion dann populistische Parteien wählen.

00:30:48: Diese Szene muss unsere Szene sein auf die wir einwirken wollen und auch Persönlich ins Gespräch kommen wollen weil diese sind meines Erachtens noch gesprechfähig.

00:30:58: Aber die auseinanderzuhalten ist die große Schwierigkeit.

00:31:01: Aber dazu sind Ihre Teilnehmenden jetzt in der Lage?

00:31:05: Wir hoffen, dass wir dazu was beitragen.

00:31:07: Genau das ist auch immer wieder ein Thema der Diskussion.

00:31:11: Die sagen also ich kenne da welche, die sind unbelehrbar und da hat es einfach keinen Sinn.

00:31:15: aber es gibt auch welche.

00:31:16: Da muss man ins Gespräch kommen, das thematische Gespräch und da versuchen wir unseren Beitrag zu leisten

00:31:21: Und da helfen dann eben auch die Tipps, die diese Kommunikationstrainerin gegeben hat.

00:31:25: Dass man bei einem Thema bleibt und in die Tiefe geht und vielleicht dazu kommt dass das was als Argument gebracht wurde eher absurd ist.

00:31:35: Jetzt im März sind Kommunalwahlen.

00:31:38: Was erhoffen sie sich denn wie Sie vielleicht mit Ihrer Arbeit guten Ergebnisse beitragen können.

00:31:45: Ja, also ich freue mich über die breite Beteiligung wenn ich sehe dass im ganzen Landkreis hier große Listen von Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt sind das ermutigt mich weil ich denke da ist eine breite Beteiligung dar.

00:32:01: und ja also die Demokratiefreunde sind viele also das auf jeden Fall.

00:32:06: Die andere Seite ja wir wollen weiter Begegnungsräume ermöglichen katholische Erwachsenenbildung, ich denke es ist unser Auftrag.

00:32:14: Wir nennen uns ja auch mit unserem Slogan bei uns ist Begegnung.

00:32:18: wir wollen eben gerade auch diese Begegenungen ermöglichen wo Menschen auch mal anderer Meinung sein werden und das vielleicht auch in einem guten Kontakt im solidarischen Miteinander dann auch einen guten weiteren Weg findet.

00:32:33: was wünschen Sie sich von der Kommunalwahl?

00:32:35: Also vielleicht plus grundsätzlich alle unsere Angebote sind so ausgelegt dass sie nicht auf bestimmte Wahlen zielen.

00:32:42: Das ist auch viel zu kurzfristig gedacht.

00:32:43: Aber

00:32:43: die sind ja nun mal jetzt?

00:32:45: Die sind jetzt und wir werden sehen, ob da irgendeine Auswirkung stattfindet.

00:32:48: Persönlich würde ich mir sagen sind Kommunalwahlen nicht die Wahlformen wo ich so große Sorge habe weil das sind doch sehr stark personalisierte Wahlen.

00:32:57: man kennt die Leute und ich gehe nicht davon aus dass es dort zu einem totalem Rechtsrück kommt.

00:33:03: Viel mehr Sorge hab' ich vor kommenden Landtagswahlen, Bundestagswalen.

00:33:07: Aber wie gesagt, wir arbeiten nicht auf Wahlen hin.

00:33:09: Im Gegenteil, unsere Arbeit ist über Jahre angelegt – das Rundentisch ist ja Jahrzehnte schon!

00:33:14: Also man kann nur lange Arbeit im Auge haben und die wird auch nötig sein.

00:33:19: Ich bin überzeugt, dass uns eine solche Thematik noch Jahre und Jahrzehnte

00:33:23: beschäftigt.".

00:33:24: Also dranbleiben ist das Stichwort?

00:33:26: Sie bleiben aber dran denn die nächsten Demokratie-Botschafterinnen stehen schon in den Startlöchern

00:33:32: oder?!

00:33:33: Ja, freue ich mich.

00:33:34: Wir haben den zweiten Kurs angesetzt.

00:33:36: der wird zwischen Ostern und Pfingsten stattfinden und also wer Interesse hat kann sich gerne bei uns melden.

00:33:44: Und den Link zur Anmeldung beziehungsweise zum Dachauer Forum finden Sie natürlich auf der Homepage unter innehalten.de.

00:33:51: Ich bedanke mich ganz herzlich für das schöne Gespräch und wünsche Ihnen noch viel Erfolg mit Ihrer Arbeit!

00:34:02: Eine Produktion des

00:34:03: MKR

00:34:04: im Auftrag des St.

00:34:05: Michaelsbund.

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