Menschlich führen
Shownotes
Was macht gute Führung heute aus? Dr. Hans Christian Meiser, Herausgeber und Chefredakteur des Magazins PURPOSE, und Prof. Johannes Wallacher, Präsident der Münchner Jesuitenhochschule für Philosophie, sprechen über Menschlichkeit, Verantwortung und die Bedeutung klassischer Kardinaltugenden im Führungsalltag. Es geht um Selbstführung, den Umgang mit Unsicherheit und Künstlicher Intelligenz sowie um Mut, Klugheit, Gerechtigkeit und Maß.
Anlass sind die Sinntage für Führungskräfte am 22. und 23. Oktober 2026 im Kloster Beuerberg, die Raum für neue Perspektiven auf Führung, Sinn und unternehmerische Verantwortung bieten. Hier geht es zur Anmeldung.
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:12: Führung braucht heutzutage nicht nur unternehmerischen Erfolg, sie muss auch Orientierung bieten.
00:00:19: Dafür braucht es mehr als nur Fachwissen – nämlich einen ethischen Rahmen um Mitarbeiter bei wichtigen Entscheidungen mitzunehmen.
00:00:28: Genau das wollen die Sinn-Tage für Führungskräfte Ende Oktober im Kloster Beuerberg vermitteln!
00:00:34: Das Gräßbildungswerk Bartholz-Wolf Ratzhausen lädt Unternehmer und Nachwuchsführungskräfter ein, darüber nachzudenken wie echte Menschlichkeit in den Führungsalltag integriert werden kann.
00:00:46: Dr.
00:00:46: Hans Christian Meiser hat diese Sintage mitkonzipiert – in diesem Podcast sagt er uns wieso sich für Führungskkräfte lohnt weit weg vom Betriebsalltag einmal über die Frage nachzdenken und sich mit anderen darüber auszutauschen!
00:01:01: Und Prof.
00:01:02: Johannes Wallacher, der Präsident der Münchner Jesuitenhochschule für Philosophie wird bei den Sintagen den Hauptvortrag halten über die wirtschaftsetischen Grundlagen und kardinaltugenden moderner Führung – ein kleinen Vorgeschmack darauf gibt er uns in diesem Podcast!
00:01:20: Herr Professor Wallacher?
00:01:21: Herr Dr.
00:01:21: Meiser, herzlich willkommen im Podcast.
00:01:24: Unschlagbar!
00:01:31: Welche Beobachtungen in der heutigen Führungs- oder Arbeitswelt hat sie denn dazu gebracht, jetzt eben dieses Format zu entwickeln?
00:01:39: Ich muss ganz kurz zurückgreifen auf die Zeit vor Corona.
00:01:44: Da habe ich das Purpose Magazin gegründet sozusagen als Antwort auf die Spaßgesellschaft.
00:01:50: Wir haben gemerkt, dass die Spassgesellschaft ein Ende hat und jeder denkt eigentlich mehr oder weniger darüber nach was ist der Sinn meines Lebens?
00:01:58: und vor allem was ist das Sinn meanes Unternehmens?
00:02:01: Ist der Sinn meines Unternehmens, dass ich nur enorm viel Geld verdiene oder gibt es da ein bisschen mehr?
00:02:08: Und aus dem heraus hat sich dann eigentlich die Idee entwickelt das man sagt wir wollen menschlich sein.
00:02:16: Wir wollen menschenlich ärger sein und wir wollen eine Ära der Menschlichkeit ins Leben rufen und die muss natürlich bei Führungskräften beginnen damit das Ganze dann auch auf alle anderen wirken kann.
00:02:31: Also sie ist diese gerade schon angedeutet haben eben kein Wohlfühlthema?
00:02:35: Ich fürchte nein, also wenn man bei unserer Tagung dabei ist wird man sich sehr wohl fühlen denn man bekommt neue Impulse und neue Ideen.
00:02:45: aber es ist natürlich etwas bei dem man sich erst mal selbst begegnet und über sich selbst nachdenken muss.
00:02:51: Spielen da dann auch ganz neue Herausforderungen, wie zum Beispiel künstliche Intelligenz eine Rolle bei der neuen Sinnfrage?
00:02:57: Ja freilich.
00:02:58: Denn Konsehintelligenz betrifft uns alle wird uns auch in Zukunft betreffen und wie geht man damit um?
00:03:05: wird ja überall breit diskutiert und auch wir werden darüber sprechen.
00:03:09: Die Veranstaltung findet ja denke ich mal bewusst in einem ehemaligen Kloster statt Und das schafft er schon jetzt für die Führungskräfte, die kommen dann Abstand zum normalen Alltag.
00:03:20: Was wird denn da vielleicht im Konferenzbetrieb in diesen zwei Tagen anders sein als an einem säkularen Ort?
00:03:26: Also zunächst ist natürlich die Aura des Ortes der ja ein tausend Jahre alt ist und eine Halle voller Gebete, voller Hoffnung, volle Ideen ist, die in den letzten Tausende Jahren von Augustina Kohrherren oder auch den Salisianern dort erdacht wurden und geprägt wurden.
00:03:43: Und natürlich ist es eine Art Refugium.
00:03:45: aber nur In einem Refogium kann man dann darüber nachdenken, was ist der Sinn meines Daseins?
00:03:51: Was ist der Sinn meines Unternehmens?
00:03:52: Wie führe ich in Zukunft?
00:03:55: Ist die Führung mit der Peitsche oder Brot- und Peitsch sinnvoll.
00:03:59: Oder gibt es ganz andere Wege?
00:04:01: Darüber wollen wir nachdenke.
00:04:02: Es wird auch eine Ortsbegehung geben, es wird eine Kirchenbegehungen gehen und es wird natürlich auch eine kleine Meditation stattfinden.
00:04:13: Also es ist im Prinzip mehr als nur Vorträge hören und innerlich verarbeiten, sondern finden auf verschiedenen Ebenen auch Interaktionen statt.
00:04:22: Wichtig also nicht nur die Vortreie und eben ein Polisvorträge bin natürlich Herr Prof.
00:04:26: Wallacher sehr dankbar dass er den Hauptvortrag hält.
00:04:29: der ist ja das wichtigste an der ganzen Geschichte als Einstimmung.
00:04:33: aber damit wir nicht nur intellektuell sind wollen wir das ganze Jahr auch spüren am Körper im Geist in der Seele überall mal wieder spülen und wollen es sichtbar machen.
00:04:44: Herr Professor Wallacher, der Dr.
00:04:45: Meiss hat's gerade angesprochen Sie werden den Hauptvortrag halten zu wirtschaftsethischen Grundlagen moderner Führungen.
00:04:52: mal ganz flapsig.
00:04:53: zunächst gefragt wieso kann man das denn nicht machen wie Donald Trump?
00:04:56: Wieso geht das aus Ihrer Sicht nicht?
00:04:58: Das Thema Führung ist kein Wohlfühlthema bei uns und wir müssen das differenzieren sehen und sie haben natürlich schon eine Reizfigur genannt.
00:05:06: als Führungspersonen kann man sich viel über euch fragen, ob das wirklich eine Führungsperson ist in diesem Kontext.
00:05:13: Und ein bestimmtes Verständnis von Führungen zu entwickeln, dass einerseits nicht in die Autorikative übergeht oder ins autoritäre und diese Bewegung Vorschub leistet.
00:05:24: Andererseits brauchen wir auf der anderen Seite den Verständen dafür, dass wir gerade im Zeichen der Unsicherungen der Sorgen, Führungsbrauchen in der Gesellschaft und zwar auf verschiedenen Ebenen Wir sehen das momentan, dass die Menschen sich viel mehr politische Führung wünschen.
00:05:39: Auch in diesen Zeiten und das Teil der Bilder auch den anderen Ebenen.
00:05:44: Das gilt in der Kirche, das gilt aber vor allen Dingen auch in Unternehmen.
00:05:48: Und deswegen müssen wir differenziert auf dieses phänomen Führungsschauen was ja ein Teilbereich der Wirtschaftsethik ist wo es verschiedene Ebene aufmachen können.
00:05:58: wenn ich immer die Orte der Wirtschaftsetig in der Vorlesung klimatisiere Dann ist es natürlich zunächst einmal der Ort der Spielregeln, der Wirtschaftsordnung und der Anreizstrukturen die wir anschauen.
00:06:08: Dann sind es auf der Mikroebene die großen Unternehmen, die teilweise größere politischen und wirtschaftlichen Einfluss haben als Staaten heute, die wichtige Abhöher sind.
00:06:18: dann sind das aber letztendlich und das ist sehr grundlegend die Einzelpersonen.
00:06:23: Das sind wir im Bereich des Konsums alle.
00:06:25: insofern haben wir eine wirtschaftsetige Verantwortung wenn wir konsumieren.
00:06:30: Ja, das sind aber im besonderen Maße die Führungskräfte als Einzelpersonen.
00:06:34: Und das starker in den Blick zu nehmen darum geht es und dann auszubudstabieren was gut, was verantwortliche Führungen heute bedeuten
00:06:42: kann.
00:06:43: Inwieweit spielt in diesem wirtschaftsethischen Rahmen für Sie dann das christliche Menschenbild eine Rolle?
00:06:49: Eine große Rolle war auch auf die Traditionen wo hier eben herkommen.
00:06:53: Wir können zunächst einmal fragen was wir sagen wenn wir das christlichen Menschenbild abrasieren dass wir den ganzen Menschen im Blick nehmen mit seinen Emotionen, mit seinen rationalen Fähigkeiten.
00:07:03: Mit seinen spezifischen Verhaltensweisen.
00:07:07: All das müssen wir sowohl bei der Führungskraft als auch bei denen die zu führend sind in den Blick nehmen.
00:07:12: Insofern geht es um eine ganzheitliche Perspektive und die erste Differenzierung ist zu schauen was ist denn verantwortlicher Führungen?
00:07:19: Ist es erfolgsorientierte Führungs-, wäre ein bestimmtes Konzept oder ist es gerechte Führerung?
00:07:25: man sagen eher so eine aufklärerisch-kantische Tradition.
00:07:29: Ich werbe dafür, dass das Konzept gute Führung durchaus im Sinne einer antiken aristotelischen Auffassung glaube ich ein guter Ansatz ist um über Führungen zu sprechen weil es darum geht.
00:07:41: einerseits ist Führungs etwas was nicht individuell gelegt ist sondern was man einüben und was man erlernen muss muss man immer wieder reflektieren muss als Führerskraft.
00:07:51: deswegen glaube ich der uns hilft und nicht umsonst in Führungstheorien und Führungskonzepten, wenn es um verantwortliche Führungen weht eine immer größere Rolle ein.
00:08:04: Was wären so die drei Topics guter Führers?
00:08:07: Was gehört dazu?
00:08:08: Was würden Sie sagen?
00:08:10: Zunächst einmal die Unterscheidungen.
00:08:11: also da bin ich sehr geprägt auch durch die internationalische Spiritualität.
00:08:16: wir müssen unterscheiden in diesem Kontext.
00:08:18: Der erste Waspekt was sind eigentlich die Ebenen?
00:08:24: Und dann ist es völlig klar, bevor wir über die Mitarbeiter die Teamführung sprechen, ist er zunächst einmal gut, die Führungskraft sich selber anzuschauen.
00:08:32: Denn nur wer sie selber führen kann in seinem Konklimarat aus Emotionen und Prognitionen – wer diese selber im Griff hat, der kann auch andere Menschen hinter einem Ziel vereinbaren.
00:08:44: Und dann ist es die große Fähigkeit, die dir gerade jetzt in Zeiten wo sehr viele Transformationsaufgaben ansteht.
00:08:50: In der Gesellschaft aber auch in Unternehmen schafft es die Führungskraft andere Menschen hinter einem gemeinsamen Ziel zu vereinen.
00:08:56: Deswegen ist die Frage der Zielperspektive eine ganz große.
00:08:59: Das ist einer meiner großen Argumente für die antike Perspektive darauf, weil sie immerhin eine sogenannte zielordnung, teleologische Ordnung eingebunden ist.
00:09:11: Es gibt eben bestimmte Ziele.
00:09:13: Sie sind um ihre Selbstillen anzustreben und das ist bei Aristoteles zum Beispiel die Ordamonier, also das Gute oder gelingende Leben.
00:09:21: Daraufhin auch das Ziel auszurichten und alle Aspekte, alle Instrumente, alle Tools eben nur als Instrumenter dorthin zu sehen.
00:09:29: Erfolgt wie sein Instrument ganz wichtig für ein Unternehmen.
00:09:32: Und in der Geber aber nicht das einzige Ziel und nicht ein Ziel um sich selber.
00:09:36: Und darum geht es genau diese Perspektiven auch zu nehmen.
00:09:41: Und es ist ja nicht umsonst, dass die testische Tradition in vieler Weise auch von dieser Antiten-aspektive schon sehr früh geprägt wird.
00:09:48: Man sieht das an Thomas Wien, der diese klassischen Lehren übernommen hat.
00:09:53: und dann kann man sich überleben wie kommt man zu einem gelingenden Leben als Führungskracht?
00:09:58: oder wie kann man das gelingende Leben von Menschen, die zur Führungen sind, auch fördern?
00:10:02: Weil letztendlich geht es darum diese Unterscheidung zwischen dem Leben und der Arbeit.
00:10:08: Wir nehmen das ja oft sehr leichtfertig in den Mund, indem wir von Work-Live-Balance irgendwie sprechen.
00:10:14: Ich sage jetzt mal nicht versendlichste Unterschadung wie wir machen können weil wir in einer Arbeitsgesellschaft die wir sind da müssen wir uns ehrlich machen immer schauen dass Arbeit leben ist und hoffentlich gutes Leben.
00:10:27: Also keine vier Tage worin Aussicht für Führungsküchter.
00:10:29: Ja, das wäre mir jetzt doch zu verkürzt, das darauf zu sehen.
00:10:32: aber letztendlich wenn wir den Menschen als Ganzeswesen anschauen und es ist ein Grundbild der katholischen Soziallehre dass der Mensch natürlich auch in der Arbeit Erfüllungen finden will, Sinn erfüllen will und das nicht nur im Privatleben macht die Arbeit die Tätigkeit nicht nur auf diesen Zweck verengt die Materialmittel zu finden um dann eigentlich ein Privatleben, dann wirklich zu sagen.
00:10:59: Das ist gegen die Auffassung der Soziallehre und glaube ich an sehr verkürztes
00:11:03: Menschenbild.".
00:11:05: Sie forschen ja auch kräftig mit in der Hochschule für Philosophie, auch im interdisziplinären Dialog und auch Instituten beim Thema Künstlicher Intelligenz.
00:11:14: Gibt es da Ergebnisse?
00:11:15: Also wie soll eine Führungskraft jetzt damit umgehen?
00:11:17: Wir selber hier auch in einem Medienhaus stehen vor der Frage... Wie viel darf der einzelnen Mitarbeiter freimachen?
00:11:23: Soll man Vorschriften machen, kann man das überhaupt kontrollieren.
00:11:27: Bis da der Stand der Dinge.
00:11:28: soll eine Führungskraft heutzutage damit umgehen.
00:11:32: Also zunächst einmal eine Fährungskraft muss Grundkenntnisse haben über das was die sogenannte ich weiß nicht mal von der sogenannten künstlichen Intelligenz ist was sie kann Was sie für mag, was sie auch den Mitarbeitern helfen kann.
00:11:46: Bestimmte Arbeiten leichter zu verrichten und sich dann wichtiger an Dingen auch zuzuwenden.
00:11:51: Also wir brauchen eine digitale Kompetenz als Währungskraft.
00:11:55: Wir brauchen die technischen Voraussetzungen um zu verstehen, was denn im Grunde die sogenannte künstliche Intelligenz ist.
00:12:02: Das sind nicht selber als hoch effizienten, sehr steuernde Systeme, die in einem sehr engen Sinn durchaus Intelligenz sind oder Effizienzen uns helfen können.
00:12:15: Was diese Maschinen nicht können und ihre Algorithmen ist das zu ersetzen, dass wir erst einmal wissen müssen was in ihrer Chancen, was sie ihre Grenzen und was sie nicht kann.
00:12:25: Sie kann keine Urteile fällen, sie kann keine Verantwortung übernehmen.
00:12:29: Ich würde aber sagen sie kann keinen richtigen Fragen stellen!
00:12:31: Wenn wir heute die Kurse über Prompt-Engineering üben dann würde ich sagen Das ist nichts anderes als die gute alte Kunst der richtigen Fragestellung seit der Antike in der Philosophie eine große Rolle schwillt, ihr ein Problem lösen will muss zunächst einmal erst das Problem so konzeptionalisieren die Fragen stellen, die wichtig sind.
00:12:51: All diese Kompetenzen brauchen wir und das bauen Führungskräfte und es müssen sich auch ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermitteln damit sie nicht blauäugig einfach Aber jetzt einmal den Ergebnissen der Prompts trauen, sondern sie müssen sich kritisch damit auseinandersetzen.
00:13:07: Sie müssen wissen für was es gut ist, was es ihnen hilft und wo die roten Linien sind, damit die KI ihr nicht halonziniert, damit das sage ich mal im wenigsten Fall zu peinlichen Ergebnisse kommt wenn sie journalistisch eben sagen wir mal für die falsche Aussagen irgendwie weitergeben sondern sie müssen die Blausibilität prüfen können und sie müssen labt endlich auch schauen, wo ist die Quänze dessen was sie einsetzen?
00:13:35: Was müssen Sie transparent machen?
00:13:36: also das sind die Dinge die brauchen wir.
00:13:39: Und es hat ganz viel auch mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun denn ich sage im Grunde Ich vertraue auf meine Urteilskraft.
00:13:45: Die brauche ich.
00:13:46: Ich muss einschätzen können was heißt das und welche Frage rücksichtigt macht.
00:13:50: Man kann ganz viele andere Aspekte nehmen.
00:13:53: Die KI ist immer rückwärtsgewandt, weil sie eben nur die Ergebnisse aus der bisherigen Datensicht... Sie kann wenig Visionen nach vorne gerichtet eben wieder und sie kann auch in der Regel nicht Querdenkung in diesem Punkt.
00:14:04: Vorausschauendes Denken, Innovationen irgendwie voranbringen da brauchen wir letztendlich auch das ganze Spektrum dessen was menschliche Intelligenz von der sogenannten Maschineintelligenz unterscheidet auch in die Empathiefähigkeit, da brauchen wir den Umgang mit Emotionen und so weiter.
00:14:21: Und das mussten Führungskraft heute vermitteln also ganz viel Kompetenzen in diesem Bereich aber auch die Persönlichkeit und dass auch in der eigenen Urteilskraft im eigenen Vorbild auch sehr kritisch reflektiert zu bewerten
00:14:36: und umzusitzen.
00:14:38: Wir brauchen eben auch das Sagen Sie oder werden sie denn auch hier im Vortrag sagen?
00:14:43: Oder wir könnten uns danach richten Wir brauchen immer noch die klassischen Kardinaltugenden.
00:14:47: Das hört sich jetzt vielleicht für jemand, der nicht so ein wissenschaftlichen Bezierie drin ist etwas antiquiert an also Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und
00:14:56: Maß.
00:14:57: Wieso ist denn sowas im XXI Jahrhundert für sie noch relevant?
00:15:01: Also zunächst muss man erläutern was dieser verstaubte Begriff der Togent irgendwie meint.
00:15:06: Und ich glaube das ist sehr hilfreich.
00:15:08: nochmal wenn wir da in die Herkunft, Sprachherkunft irgendwie gehen.
00:15:12: Dieser Verstaugtutubenbegriff ist ja nicht etwas, was mir in die alte Etikette eines Ethikettenkurses für Führungskräfte stecken.
00:15:22: Sondern das ist das, was Aristoteles gemeint hat.
00:15:24: Das sind
00:15:25: die
00:15:26: Charaktereigenschaften, die zum guten oder gelingenden Leben taugen.
00:15:32: und das ist glaube ich ganz wichtig zu verstehen dass es etwas ist, was ich als Grundhaltung, als Einstellungen brauche um mit dieser körper-komplexen Welt mich selber und andere Führung zu können.
00:15:44: Und zwar in der Praxis!
00:15:46: Führungskräfte kann ich nicht im Grunde nach dem Reisbrett.
00:15:50: irgendwelche Führungenstheorien, das mag manchmal so sein... Das hat bei Aristoteles immer etwas mit dem Tun zu tun, mit dem Handeln.
00:15:58: Da hilft mir sehr stark die Orientierung an den Karstereigenschaften, die für eine gute Führunskraft taugen.
00:16:07: Dann komme ich ganz anders.
00:16:09: dahin macht dann die Unterscheidung, dass man sagt es gibt so etwas wie Eigenschaften des Charakters.
00:16:14: Die helfen mich selber und andere gut hinter einem Ziel vereinen zu können also führen zu können.
00:16:21: Und dann gibt es eben bestimmte Verstandestugenden, die helfen die Ziele, die ich als richtig erkannt habe auch auf richtigen Wege zu erreichen.
00:16:30: Das ist das was Aristoteles mit den Tugenden der Gluckheit, der Weisheit der Einsicht genannt hat, wo es eben geeignete Wahl der Mittel und Wege für eine situationsgerechte Umsetzung irgendwie kauft.
00:16:45: Und wenn man zu diesen Kardinaltugenden jetzt einmal geht – das ist ganz wichtig!
00:16:49: Da gibt's kein Patentrezept für ihn.
00:16:51: Eine Führungskraft soll Flug sein, eine Führungskraft soll Tapfer sein, Mutik sein in diesem Sinne auf unbequeme Entscheidungen zu treffen oder unerwartete Entscheidungen.
00:17:05: nicht der Mann folgt dem Mainstem, sondern etwas tut und dann hat man einen anderen Zugang zu diesem Verstaubtmücke.
00:17:12: Und ganz wichtig für ihn ist es zu sagen das ist ja etwas was ich so in die Weisheitsleeren.
00:17:17: insgesamt befinden wir in allen spirituellen Traditionen wenn er das verbindet mit seiner sogenannten Lehre von der Mitte.
00:17:24: und es ist nichts anderes als eine Weisheizlehrer die sagt vermeide die Extreme.
00:17:29: Man findet es sehr schwach bei Ignatsos, den Grund des Jesütenordens aber auch für alle anderen Spirituädel und Lehrern zu sagen.
00:17:37: Es ist gut sich von den Extremen zu distanzieren.
00:17:40: Das sind ja ein gutes Rezept heute für die polarisierte Gesellschaft sozusagen.
00:17:44: also wir dürfen Emotionen haben, wir dürfen Angst, Wir dürfen Verunsicherung irgendwie haben aber bitte nicht die Wut, die irgendwie uns treibt.
00:17:52: Weil dann sind wir nicht mehr her unserer Emotionen.
00:17:55: Deswegen müssen wir unsere Emotionen im Griff haben.
00:17:58: Wir müssen Besonnen sein.
00:17:59: das ist ein ganz ganz wichtige Tugend und er empfiehlt immer so etwas die Extreme zu vermeiden und die Mitte für uns was heißt für jeden und jeder Einzelnen zu finden?
00:18:11: Das ist nicht einfach des arithmetischen Mittel zwischen auf der einen Seite.
00:18:15: jetzt Da gibt es mal Feigheit und Tollkühnheit, wenn ich das etwa bei der Aspekt der Tapferkeit oder des Mutes irgendwie anschaue.
00:18:22: Sondern es gibt Leute die sind mutiger als andere.
00:18:25: Und bei denen liegt die Mitte für sie natürlich näher oder weniger nahe bei der Feigheid, sondern die dürfen sich ruhig etwas trauen und dann auch sagen zu mir etwas mutiger vorangehen aber sie sollten nie Tollkönen sein.
00:18:42: Ich sage es jetzt mal anders, Sie sollten aus einer Erfahrung wo sie vielleicht zumutig waren auch lernen und beim nächsten Mal etwas Vorsichtiges.
00:18:50: Wenn ich das auf unsere Gesellschaft übertrage heute dann würde ich sagen haben wir als gesellschaften das ist vielleicht ein gemeinsames Learning.
00:18:56: wenn wir beobachten sag jetzt einmal eine Risikoeinstellung die sehr stark zur Risikovermeidung geht.
00:19:03: Das hilft aber nicht um Innovation oder mal um sag jetzt mal erwartete Lösungen zu finden.
00:19:09: Deswegen ist das etwas so eine Hilfe zu sagen.
00:19:12: Ich mag dann ganz gerne im Begriff der Risikomündigkeit, da geht es sehr stark in diesen Begriff Der Mitte für uns zu finden wo wir sagen ja Wir können uns nicht gegen alle Risiken absichern Zerbraucherschutz regularieren und dann kommen wir sehr schnell in wirtschaftliche Themen hinein.
00:19:28: Sondern wir brauchen vielleicht etwas mehr Eigenverantwortung.
00:19:31: Wir müssen die Erfahrung machen dass wir nicht alles regulieren können und wollen Und dann können wir nachsteuern.
00:19:37: Das wären so ganz praktische Dinge, wo wir uns wahrscheinlich diese Adrenaltubenden heute helfen.
00:19:44: Gerade für Führungskräfte Vorbild zu sein im Umgang mit der hohen Komplexität vor dem wir alle gestellt sind.
00:19:52: Wahrscheinlich ist doch Durchhaltevermögen wichtig weil man kann sich noch so viele Werte geben auch als Führungskraft und Unternehmen.
00:20:00: wenn es dann aber mal unbequem oder teuer wird, ja wir haben das Problem der Teuerung im Wirtschaftsleben jetzt schon seit längerer Zeit dann fallen vielleicht doch Werte hinten runter.
00:20:11: Was raten Sie da?
00:20:12: Wir müssen uns ehrlich machen auf ganz verschiedenen Ebenen.
00:20:16: wenn ein Unternehmen im Grunde ihrer Substanz gefährdet ist, dann darf sie nicht den bequemen Weg irgendwie gehen sondern dann müssten wir möglicherweise als Führungskräft auch und es ist dann die wichtige Verbindung Transparenterweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Lage informieren.
00:20:38: Das ist das Transparensgebot, was glaube ich eine ganz wichtige Führungseigenschaft ist, die informationelle Transparnz wenn wir sagen mal die Karten offen auf den Tiefleben und dann von daher schauen welchen Veränderungsbedarf wir sehen und im besten Fall die Mitarbeiterin und Mitarbeiter mitnehmen und bitten zu sagen selber Vorschläge auch mitzumachen oder dass in der Abstimmung voranzubringen.
00:21:02: Ich glaube, das ist eine der großen Schwierigkeiten, dass wir uns in der Gesellschaft momentan nicht ehrlich machen über den Veränderungsbedaufte da steht und dass wir ausgehen von der Erkenntnis- und Einsicht, wenn die Sehnsucht groß ist, dass alles wieder so wird wie vorher wo alles geordnet war Wo wir klare Sicherheitspartnerschaften hatten, wo wir eine relativ klare Lage in der Welt hatten.
00:21:31: All das gibt es nicht mehr!
00:21:32: Wir würden uns ehrlich darüber machen, dass das Umfeld in denen heute Führung, in Profitunternehmen aber auch in Non-Profit Unternehmens ist.
00:21:40: Wenn ich jetzt mal die Kirche anschaue als Institution und das ist ja auch etwas Rosumführungskräfte eben im kirchlichen Bereich geht... Die Kirchliche Situation hat sich dramatisch verändert und wird sich noch dramatierer ändern.
00:21:53: Das heißt, das Fels halten an dem Status quo ist nirgends eine aussichtsreiche Lösung.
00:21:59: Wir müssen uns ganz ehrlich machen darüber und dann müssen wir versuchen Konzepte zu entwickeln mit hoher Transparenz.
00:22:08: Mit den Mitarbeitern und wenn man wird nie und es auch ein wichtiger Punkt wahrscheinlich nie alle überzeugen und letztendlich zumindest einen Bewusstseinf bei einer kritischen Masse schaffen dass wir möglicherweise neue Wege einschreiben müssen die vielleicht auch nicht zumutungsfrei sind und das dann auch durchzustehen.
00:22:28: Dazu gehört der Mut, das ist ganz wichtig.
00:22:30: Das aber klug zu machen!
00:22:32: Das wäre dann die andere Kardinaldwogenden und die nächste wäre dann auf möglichst gerechter Weise umzusetzen Und dann wären wir glaube ich viel weiter und hätten viel größere Zustimmung.
00:22:46: Wir sehen es auch auf der großen Ebene der Politik momentan.
00:22:49: Jetzt können wir durchspielen, ob jetzt ein Tankrabatt die Lösung ist, die uns wirklich voran bringt.
00:22:55: Vielleicht die bequemste Lösung momentan?
00:22:58: Aber vermute ich nicht die Beste und auch nicht die Gerechtest.
00:23:02: Wir haben mit einem Negativbeispiel begonnen mit Donald Trump Herr Professor Wallacher.
00:23:06: Welches positive Vorbild fällt Ihnen denn ein wenn Sie dann an Gut-Liedership denken?
00:23:13: Was könnte dein Vorbild sein?
00:23:14: Wer könnte dein?
00:23:16: Ich referiere mal aus meiner Arbeit.
00:23:18: Ich bin ja nicht nur für die Hochschule, trage ich Verantwortung, sondern auch auf die Stiftung Bayerische Rietakademie.
00:23:22: Das ist eine Förderinstitution der Bayerischen Wirtschaft und der Bayernischen Universitäten, die Nachwuchsführungskräfte aller Bayerischer Universitäten auffördert.
00:23:33: Und wir haben dieses Instrument der Fireside Chats der Kaminabend wo wir Führungskkräfte immer wieder in Kontakt mit den jungen Leuten bringen.
00:23:40: Die haben genau diese Frage gestellt Und ich fand eine sehr kluge Antwort aus.
00:23:45: jemand der hohe Verantwortung in der Wirtschaft irgendwie macht.
00:23:47: Der hat als positive Vorball-in-der-Tat Vincent Copponee genannt und da.
00:23:52: Aus einem ganz anderen Bereich, weil er jemals ist ja ganz klar einen Kursor, der sehr transparent und vor allen Dingen sehr besonnen auch seine Entscheidungen kommuniziert.
00:24:03: Und zwar immer mit Respekt.
00:24:05: Das sage ich jetzt mal gegenüber anderem.
00:24:08: Es war eine exzellente Selbstführung hat hohe kommunikative Fähigkeiten.
00:24:14: Und das ist glaube ich etwas, was wir dringend peuchten, wo wir momentan davon lernen können.
00:24:19: Ich will nochmal ein anderes Beispiel nennen aus einer ganz anderen Seite.
00:24:23: Im Nachhinein ist, glaube ich Alfred Herrhausen eine Führungskraft in der Wirtschaft gewesen die viele dieser Eigenschaften auch erfüllt hat.
00:24:31: Er musste bitter dafür bezahlen oder hingerichtet durch die rote Armeefraktion aber es war jemand, der aus einem ganz anderem Bereich in die Bankenwelt kam der den größeren Horizont irgendwie gesehen hat.
00:24:44: Im Hinblick auf die Frage, dass wir zum Beispiel auch für die Entschuldigung der Entwicklungsländer etwas tun müssen.
00:24:50: Damals war das eine Provokation für die Finanzwelt und da hat einen Spruch geprägt, den ich für sehr wichtig halte, für eine Führungseinenschaft, der sagt Wir müssen sagen was wir denken.
00:25:03: Wir müssen auch tun, was wir sagen Und wir müssen tun ,was wir selber sind.
00:25:10: Also im Hinblick auf die Authentizität.
00:25:13: Ich habe mich einige Zeit auch mit Alfred Carhausen beschäftigt und ich glaube er könnte heute, glaube ich viele positive Vorbilder geben in einer ganz anderen Seite aber in vieler Hinsicht vielleicht noch herausfordernder ist als seine Zeit.
00:25:26: Herr
00:25:27: Dr.
00:25:27: Meiser, viel Gesprächsstoff also?
00:25:29: Das haben wir jetzt schon gehört im Gespräch mit Professor Wallacher dann für die Sintage für Führungskräfte und es geht ja auch noch über diese Themen der wirtschaftsetischen Fragen der Kardinaltunten hinaus.
00:25:40: Was denken Sie wenn eine Führungskraft nach diesen zwei Tagen nach Hause fährt.
00:25:43: was hat dem Idealfall mitgenommen?
00:25:47: Wie soll die in Ihren Alltag zurückkehren?
00:25:49: Anfangs hatten wir schon gesagt, durchaus auch.
00:25:52: Vielleicht in einem spirituellen Sinne gestärkt – damit beginnen Sie ja auch!
00:25:56: Aber was darüber hinaus?
00:25:57: Was würden Sie sich da wünschen?
00:25:58: Ich würde mir wünschten dass sie den Begriff der Kardinaltugenden, so wie wir ihn eben genannt haben verinnerlichen würden.
00:26:08: wenn unsere Teilnehmer das verstehen, dass es eben kein verstaubter Begriff ist wieder Professor Wallacher gesagt hat, dass man das doch aus mutig ins Leben integrieren kann.
00:26:19: Dann wäre das eine interessante Geschichte denn mir ist etwas aufgefallen wenn man diesen christlichen Kontext dazu nimmt sind es ja sieben Kardinaltugenden.
00:26:27: Es gibt aber auf der anderen Seite sieben Todsünden die eigentlich genau das Gegenteil sind.
00:26:33: ich darf die mal schnell erwähnen.
00:26:35: also wir hätten da am Anfang den Hochmut Die Habgier, die Wollust, den Zorn, die Füllerei Den Neid und die Trägheit.
00:26:45: Das ist eigentlich genau das Gegenteil von dem, was die Kardinaltugenden uns sagen.
00:26:51: Und jeder der einigermaßen verstand es wird sagen gut diese Todsünden sollen in meinem Leben nicht vorkommen aber ich hätte dann einen Gegenmodell dazu und das sind eben die Kardinaltugenden oder man kann auch sagen Charakter-Eigenschaften an denen ich gerne arbeite für mich und für mein Unternehmen.
00:27:11: Mehr wollen wir gar nicht sagen.
00:27:12: Zu den Sinn-Tagen für Führungskräfte beladen herzlich dazu ein, sich anzumelden.
00:27:17: Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen Herr Professor Wallach und bei Ihnen, Herr Doktor Meise, dass Sie uns einen ersten Einblick gegeben haben auf das was uns dann Ende Oktober in Beuerberg erwartet im Kloster Beuer Berg.
00:27:28: Vielen Dank, dass sie da waren!
00:27:30: Herzlichen Dank!
00:27:31: Anmelden für die Sintage für Führungskräfte vom Zweiundzwanzigsten bis Dreiundzwannzigsten Oktober, kann man sich im Kreisbildungswerk Bad Tölz-Wolfratshausen.
00:27:41: Den Link zur Onlineanmeldung finden Sie in der Episodeninformation zu diesem Podcast.
00:27:47: Am Mikrofon verabschiedet sich Paul Hasel.
00:27:51: Das war unschlagbar!
00:27:53: Der Podcast für Bildung, Glaube und Gesellschaft Eine Produktion des MKR Im Auftrag des St.
00:27:59: Michaelsbund.
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