Pilgern dahoam

Shownotes

Beim Pilgern liegt der erste Schritt oft direkt vor der eigenen Haustür. In dieser Folge geht es deshalb um Pilgerangebote des Katholischen Bildungswerks Berchtesgadener Land und die Ausbildung ehrenamtlicher Pilgerbegleiter im Erzbistum München und Freising. Max Aman, Pädagogischer Referent für Theologische Erwachsenenbildung beim Katholischen Bildungswerk, und Pilgerbegleiterinnen erzählen, warum gemeinsames Unterwegssein Kraft schenkt, Orientierung gibt und die Natur zu einem besonderen Ort für Glauben, Stille und Begegnung macht.

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00:00:01: Und schlagbar.

00:00:03: Der Podcast für Bildung, Glaube und Gesellschaft.

00:00:12: Pilgern da Horm!

00:00:13: Darum geht es diesmal in unserem Podcast.

00:00:16: unschlagbar.

00:00:17: Denn immer mehr Menschen nehmen sich gerne mal eine Auszeit in der Natur vor der eigenen Haustür bei der sie dann auch gute Impulse bekommen.

00:00:26: Mit dem katholischen Bildungswerkberg des Gardener Land kann man auf vielfältige Art und Weise im südöstlichen Oberbayern Pilgarn gehen.

00:00:34: Möglich wird das auch durch Menschen, die sich zum Ehrenamtlichen Pilgerbegleiter ausbilden lassen.

00:00:40: Was das katholische Bildungswerkberg des Gartener Land beim Pilgern alles zu bieten hat und wie die Ausbildung zum ehrenamtliche Pilger-Begleiter im Erzbistum Münchenund Freising funktioniert – darüber spreche ich jetzt mit Max Ammann.

00:00:54: Er ist pädagogischer Referent für theologische erwachsenen Bildung Und er bildet auch Pilgerbegleiter aus im Erzbistum München und Freising.

00:01:08: Herr Ammann, herzlich willkommen bei uns im MKR-Studio!

00:01:11: Herr Amann, um was genau kümmern Sie sich denn im katholischen Bildungswerk?

00:01:16: Alles was sinnstiftend ist, orientierungsgebend ist und auch natürlich Glaubensfragen einfach behandelt.

00:01:25: In diesem Kontext natürlich das Bildungsvermarkt draußen, Pilgerangebote, Pilgertage Ein Segment in diesem Bildungsfeld ist, wo es einfach darum geht Menschen mit der Natur und der Schöpfung in Kontakt zu bringen.

00:01:43: Aber auch natürlich hinzuführen zu spirituellen Orten die auf dem Weg liegen Und dass man einfach auf dem Weg auch ein Stück weit was vermittelt, was irgendwie für das Leben hilfreich ist.

00:01:59: So gewisse Impulse, die danach fragen wo stehe ich?

00:02:04: Welche Ziele habe ich?

00:02:06: Was sind vielleicht meine Grenzen, die ich immer wieder spüre und auf der anderen Seite einfach so pilger Tage, die wir als erstes mal auch für die Seele einstückwärts sind, einfach gut zu tun sollen Kraft geben sollen.

00:02:20: Dass sie sich beruflich mit dem Thema Pilgern beschäftigen, hängt das auch damit zusammen?

00:02:25: Dass Sie Privatpilgerfahrung gemacht haben?

00:02:28: Bevor ich tatsächlich beim katholischen Bildungswerk begonnen habe zum Arbeiten war ich so im fahrlichen Kontext immer wieder dabei bei Wahlfahrten wo wir eben die klassische Fahrwahlfahrt aber auch in der Jugendarbeit wenn ich jetzt zum Beispiel an die Kabinenswahlfahrt denke, wo wir dann auch ja ein gewisses Wegstück auf Reisen zu gemeinsam hingegangen sind und schon eher etwas anderes Gestaltetes unterwegs sein war wie so eine traditionelle Wahlfahrt.

00:03:04: Wo man ja eher in der Gruppe unterwegs ist oft rosenkranzbedend vielleicht auch mal singend da gemeinsam am Weg ist Walford ist es ja dann oft so, dass man auch Schweigenszeiten hat wo dann mal einfach die Menschen mit einem Impuls zum Nachdenken auf den Weg schickt und einfach Impulstationen gestaltet.

00:03:29: Und so ähnlich darf man sich jetzt auch das Pilger-Format vorstellen, das wir als katholisches Bildungswerk anbieten.

00:03:40: Pilgen ist ja beliebter denn jeder Trend ist Ungebrochen.

00:03:45: Was haben Sie da im Bildungswerk für Erfahrungen gemacht?

00:03:48: Was suchen denn die Menschen heute auf einem Pilgerweg, finden sie vielleicht dort etwas was ihnen im Alltag fehlt?

00:03:54: Meine Erfahrung ist dass Menschen einen Tag besuchen möchten der ihnen Kraft gibt, der auch ein Stück weit ruhig Punkt ist ja wo man nachdenken kann zu sich kommen kann aber In Bewegung ist ja und in dieser Bewegung einfach die Welt, die Natur, die Schöpfung ein Stück weit neu sieht und erlebt.

00:04:19: Das ist so die Wahrnehmung, die was ich habe wenn ich mit Menschen unterwegs bin.

00:04:24: Wichtig ist glaube auch noch viele Menschen suchen auch ein stückweit Gemeinschaftserlebnis.

00:04:29: Es gibt ja einfach auch Pilger, die alleine unterwegs sind, das klassische Format.

00:04:36: Menschen machen sich auf dem Weg entlang des Jakobswegs und gehen den Weg einfach für sich alleine.

00:04:42: Auch eine intensive Erfahrung, aber die Menschen, die dann bei unseren Pilgerangeboten einfach teilnehmen, sie suchen einfach ein Stück weit das Miteinander einfach unterwegs sein und dort auch Glauben gemeinsam nochmal zu

00:04:56: lieben.".

00:04:57: Und dass mitten in der wunderschönen Natur des Berchtesgartener Landes da sind doch eigentlich ideale Voraussetzungen?

00:05:04: Ja, da haben wir wirklich einen Pfund, glaube ich mit dieser Region in der wir uns als katholisches Bildungswerk Berchtesgradener Land bewegen.

00:05:14: Dort Bildung einfach in diesem Lancas anbieten dürfen und natürlich umgeben von der Bergwelt die was immer wieder auch neue Perspektiven gibt in einer Region wo es viele auch spirituelle Kleinote gibt kleine Kirchen an denen man oft unbemerkt vorbei fährt.

00:05:32: aber wenn man dann Diese Betritt und diese Erlebt dann man dann erfahrt, welche besondere Beorte einfach das auch sind.

00:05:42: Sie haben es bereits gesagt also es gibt meistens einen Tag zum Pilgern in einer bestimmten Form.

00:05:49: Es gibt aber noch ein anderes Format ist spirituellen Bergtage.

00:05:53: Was würden sie sagen?

00:05:54: Wie weit unterscheidet sich das?

00:05:56: Oftmals unterscheidet er sich einfach dadurch dass Pilgerwege oft in der Ebene sind.

00:06:02: Das Ziel ist ja, von Jakobswegen einfach auch voranzukommen den Weg nach Santiago de Compostela zum Beispiel zu gehen und nicht zu viel Zeit entlang des Weges auch zu verlieren.

00:06:15: das heißt die Zoodiakopswege oder auch andere Pilgerwiege bewegen sich daher einfach oft dann eher im niedrigen Terrain ohne viele Höhenmeter bewältigen zu müssen.

00:06:28: Anders ist es, wenn ich jetzt an die Berge denke.

00:06:31: Wir haben entwickelt das Format von spirituellen Bergtagen wo man einfach gemeinsam in einer Gruppe einen Berg erklimmt und dort entlang des Weges ja einfach auch Gedanken zu nachdenken mit auf den Weg bekommt wo es aber auch darum geht natürlich die Natur neu zu erfahren man viele Höhenmeter vielleicht dann auch zurücklegt, man dann auch feststellt wie sich die Natur verändert.

00:07:00: Unten vielleicht der Bergwald oben dann die freie Alm, die was einfach noch mal neue Perspektiven bietet und so ein Stück weit nochmal einfach ein anderes Erlebnis bietet.

00:07:12: Und diese spirituellen Bergtage sind ein ökumenisches Projekt.

00:07:16: Genau, wir haben dieses Format oder auch den Ausbildungskurs da wo bei dem wir Menschen oftmals Ehrenamtliche qualifizieren die dann solche Angebote bei sich dann vor Ort durchführen miteinander eben entwickelt und bieten als Ausbildungsteam diesen Ausbildungskurs jetzt bereits zum zweiten Mal auf ökumenische Ebene an.

00:07:44: Das heißt, ich und ein katholischer Kollege sind in diesem Kurs-Team aber auch zwei Vertreter der evangelischen Kirche ein.

00:07:51: Evangelischer Pfarrer und eine Kollegin von einem evangelischen Bildungswerk.

00:07:55: Noch einmal zurück zum Jakobsweg – wo verläuft denn der genau im Berchtesgadener Land?

00:08:01: Ja da gibt es sogar mehrere!

00:08:03: Der Jakobs Weg kommt von Salzburg führt durch Salzburg am Salzburg-Rubertus Dom vorbei und führt dann rüber nach Bad Reichenhall.

00:08:15: Und dort im Bad Rechenhall gibt es zwei Wegvarianten, einer führt nördlich der ersten Berge nach Teisendorf von Traunstein weiter nach Rosenheim, der sogenannte südosperische Jakobsweg.

00:08:30: Dann gibt es aber auch die Variante von Bad Reachenhall, Unken und Lover führt.

00:08:39: Und dann nach Tirol rüberführt, dort bei Würgel wieder auf den sogenannten Tiroler Jakobsweg führt der dann weiter über Innsbruck und in Allberg bis nach Einzilden und Gent führt.

00:08:53: Das heißt ja die Jakobswege sind einfach ein ganz weit verzweigtes Netz und egal wo man sich danach auf dem Weg macht.

00:09:03: Ein Jakobsweg, den man dann weiter verfolgen kann ist meistens nicht weit.

00:09:09: Welche Erfahrungen machen Sie denn mit den Pilgerinnen und Pilgern auf dem Jakopsweg oder auch bei den spirituellen Bergtagen?

00:09:16: Kommen die immer mit einer religiösen Erwartung?

00:09:19: oder ist da auch eine gewisse Abenteuerlos?

00:09:21: und vielleicht viele wissen noch gar nicht so genau worauf sie sich wirklich einlassen, selbst wenn es nur einen Tag ist?

00:09:28: Welche Erfahrung haben Sie da gemacht?

00:09:30: Ja, die Erwartungshaltung Auch die Gründe, warum Menschen sich für unsere Pilger-Tage anmelden sind glaube ich ganz verschieden.

00:09:40: Also da gibt es tatsächlich welche, die das dürfen ist haben in Gemeinschaft einfach unterwegs zu sein sagen.

00:09:48: alleine möchte ich jetzt nicht so gerne unterwegs sein.

00:09:51: Ich bin auch mal gerne einfach im Gespräch unterwegs und habe Menschen um mich herum wenn ich draußen unter einer Natur unterwegs bin.

00:10:00: Und dann gibt's natürlich auch Menschen die gerne das religiöse Erlebnis suchen, die gerne dann vielleicht auch mal in Lied singen oder auch anregen jetzt vielleicht ein kleines Gebet zu bedienen.

00:10:15: Oder miteinander einfach auch fürbitten zu Gott zu tragen und einen Dankgebet, wo jeder einen Beitrag leisten kann, dass er gerade danken möchte.

00:10:26: Und dann gibt es natürlich wie Sie gesagt haben auch die Menschen, die stückweit einfach das Erleben in der Natur suchen, vielleicht ein Stück weit auch des Abenteuer bis hin zur Ruhe zu finden.

00:10:40: In der Natur.

00:10:41: Neben der Bergwelt ist auch Salzburg ein gerne angesteuertes Pilgerziel bei ihm.

00:10:47: Das bietet sich ja auch an.

00:10:49: also was steuern Sie in Salzburg an?

00:10:51: Vielleicht können wir da auch ein paar Beispiele nennen.

00:10:53: Salzburg die Stadt direkt über die Grenze ist natürlich seit jeher Bedeutung hatte für den Robertewinkel, der Robertewinnkel gehört hier lange zum Fürst bis zum Salzburg.

00:11:08: Und sofern fühlen sich die Menschen dem auch bis heute einfach verbunden und haben da eine gewisse spirituelle Beziehung bis ein ja gewisses Kulturgeschichtliches Bewusstsein mit Salzburg verbunden zu sein.

00:11:24: Dann ein großes Thema was Salzburg und auch Reichenhall Berchtesgraden verbindet, ist natürlich das Thema Salz.

00:11:34: Salz spielt in der Region eine ganz große Bedeutung früher bis heute und ist einfach ja sehr prägend für die gesamte Gegend für den Landkreis und darüber hinaus.

00:11:48: Und sofern ist es auch für uns immer wieder Thema dieses aufzugreifen.

00:11:53: als Beispiel ich biete einen Pilger-Tag entlang des Soleleleitungswegs an, in Berchtesgaden wo ja die Soleleitung früher geflossen ist.

00:12:03: Kein klassischer Pilgerweg aber ein sehr schöner kulturgeschichtlicher Weg und wo man einfach sehr gut mit diesem Thema des Salzes arbeiten kann und viele Gedanken einfach dann da mit dem Weg auch ein Stück weit verbinden kann.

00:12:21: Die regionalen Verbindungen zu Salzburg sind so eng Das ist ja sogar ein gemeinsames Pilgerjahresprogramm, mit der Ärzte Jözse Salzburg gibt.

00:12:32: Wie ist das entstanden?

00:12:34: Das ist einfach aus der Wahrnehmung entstanden – dass es Menschen, ob sie jetzt in Österreich oder ob sie den Bayern leben, spirituelle Pilgertage suchen und die gerne auch Angebote besuchen, die auf der anderen Seite der Grenze bis sich befinden.

00:12:55: Und natürlich, da habe ich auch der Gedanke mitspielt man will ja vielleicht ein Stück weit Begegnung über die Grenze hinweg ermöglichen Die Grenze dieser oft also einen trennendes Element was auf der anderen Seite der Grenze passiert bekommt man einfach erstmal gar nicht mit durch die Medien und dergleichen weil einfach die Zeitung eine andere ist die dort erscheint.

00:13:20: als Beispiel Und Sofjan war der Gedanke da, das Thema deseint uns und Sofjahn wird es gut passen wenn wir dort einfach ein gemeinsames Programm auflegen.

00:13:32: Und das in den Dizysen einfach verteilen damit Menschen egal auf welcher Seite der Diziesanggrenze oder auch der Landesgrenze sie lieben von den Angeboten mitbekommen und da dann einfach für sich das passende Angebot finden, dass sie anspricht.

00:13:49: Und an dem Sie gerne teilnehmen möchten.

00:13:52: Diese gemeinsame Broschüre macht das Angebot natürlich auch noch insgesamt reichhaltiger.

00:13:58: wenn Sie jetzt in den kommenden Monaten im Sommer, diesem Herbst einmal nochmal auf Ihr eigenes Programm schauen was können wir sonst noch sagen?

00:14:07: Was vielleicht so typisch für dieses Pilgern davor spricht?

00:14:12: viele Menschen machen sich auf den Weg die Pilgerwege gehen und suchen dann ein Ziel, sich in der Ferne.

00:14:21: Insbesondere Menschen, die dann alleine sich auf dem Pilgerweg oder als Paar zum Beispiel machen oder als kleine Gruppe.

00:14:29: Unser Ansatz ist das Ziel gehört in gewisser Weise vielleicht auch dazu irgendwo anzukommen aber auch der Weg einfach.

00:14:36: das Ziel ist ja weil eine alte Pilgerfang, in dem man sich auf den Weg macht.

00:14:41: Sich im Bewegung macht ist das Ziel dann auf einmal gar nicht mehr so bedeutend.

00:14:47: und Sofian passt es für uns gut dort einfach auch die Bewusstsein einerseits zu stärken dass es Pilgerwege nicht nur in der Ferne irgendwo gibt sondern viele Pilgerwäge bereits vor der eigenen Haustür einfach beginnen und dort man einfach viele Erlebnisse miteinander teilen kann, viele Schätze es zu entdecken gibt und viel auch Menschen einfach zur Kulturgeschichte der eigenen Region erfahren können.

00:15:20: Sie persönlich bieten Pilger Tage an machen das.

00:15:23: Es gibt aber auch Ehrenamtliche die das tun und die sie dafür anleiten.

00:15:29: wie viele haben sie denn davon zur Zeit?

00:15:32: Wir im Bildungswerk wir haben ja So zwischen fünf bis zehn Ehrenamtliche, ganz genaue Anzahl müsste ich jetzt nachrechnen.

00:15:43: Aber so der Umfang die ja ganz andere eh erstmal vielleicht auch Berufe haben aber eine starke Beziehung zum Pilgern haben und das Pilgarn für sich sehr als bereichernd empfunden haben und dürfen gerne etwas andere Menschen mitgeben möchten wie ich finde, weil ich jetzt inzwischen viel einfach mit verschiedenen ehrenamtlichen Pilgerbeleitern einfach mache.

00:16:10: Weil man dann oft als Doppel auch unterwegs ist aus zwei Pilger-Begleiter die ein Pilgerangebot anbieten und ich erlebe dass diese ehrenamtlichen Menschen einfach ganz verschiedene Stärken nochmal auch mitbringen und Zugänge und das macht es gerade auch so bereichernd Vielzahl an verschiedenen Spiritualitäten, die dort dann auch wieder sichtbar werden.

00:16:36: Und eine dieser Ehrenamtlichen ist Elisabeth Gröbner.

00:16:40: Sie hat vor knapp zwanzig Jahren die Ausbildung zur Pilgerbegleiterin gemacht und kann also schon auf eine lange Zeit als Pilger-Begleiterin zurückblicken.

00:16:49: Elisabeth Gröbner lebt in Petting am Waginger See im Rupertivinkel und dort habe ich sie telefonisch erreicht.

00:16:55: Und wollte von ihr wissen, was das Besondere an Pilgern in Gemeinschaft ist?

00:17:00: Also meine Erfahrungen Richtung aus verschiedenen Altersschichten

00:17:06: usw.,

00:17:07: die Leute zusammenkommen und es entsteht aber irgendwie doch so ein Gleichklang und so ein Miteinander, so unbeschwertes auch die Gespräche untereinander.

00:17:18: Manches kann man als Leiter oder als Begleiter gar nicht selber machen, sondern es entwickelt sich einfach durch das unterwegs sein.

00:17:27: Durch das Gemeinsame vielleicht auch durch meine Anregungen aber vieles von dem bringen einfach die Leute selber ein.

00:17:35: Das Schöne bei Ihnen im Berchtesgarten der Landtour überhaupt in dieser Gegend mit dem Rupertewinkel zusammen ist ja die Natur und die Landschaft.

00:17:44: Das heißt, man könnte zunächst mal sagen und das bieten Sie auch an.

00:17:47: Man muss jetzt nicht immer gleich auf den Jacobsweg nach Spanien gehen oder wieso ist es zu Hause auch schön?

00:17:52: Wie würden sie das beschreiben?

00:17:54: Die Wissenschaft mit der Natur unsere Kultur, unsere Kulturellandschaft Mit den Kirchen, mit den Wäldern Den Bergen im Hintergrund Wir sind ja im alten Vorland Es ist so eine kulturelle Und auch spirituell anregende Gegend.

00:18:12: Also da muss man einfach irgendwie raus in die Natur und genau das möchte ich auch vermitteln, also was unsere heimische Kulturlandschaft alles bietet ohne dass man jetzt großartig selber so viel machen müsste.

00:18:28: Einfach ein bisschen anleiten, die Leute auf etwas hinweisen sie einfach zur Dankbarkeit für die Schöpfung sich selber aufzutun wir haben ja mehr als unsere fünf Zähne, dass man sich einfach auftut.

00:18:44: Die Kirchen sind natürlich immer ein Thema für mich, weil wir sind ja hier im Rupperti-Winkel und haben ja früher zu Salzburg gehört zum Fürst Erzbistum.

00:18:56: Bis dann, in unseren Gegenbeirich wurden diese gemeinsamen Wurzeln unter heiliger Ruppe hat wo ich ja vorher auf diesem Weg gehe mit meinen Gruppen das bietet einfach so viel.

00:19:10: Also zum heiligen Rupert von Salzburg gibt es einen Weg in Ihrer Gegend, die man gehen kann.

00:19:14: Können Sie

00:19:15: da aber ein bisschen erzählen wie dieser Weg aussieht was ihn ausmacht?

00:19:19: Der Heilige Ruperte ist ja der Glaubensbringer bei uns hier in der Gegend.

00:19:23: er wird mit dem Salzfass dargestellt und fast in allen Kirchen in unserer Gegend ist der Heilige Robert dargestellt.

00:19:31: Und das hat natürlich seinen Grund weil er eine Bedeutung zum einen durch Salzburg hat.

00:19:37: Es ist ja sein Grab drin in Salzburg und in unserem Kurs selber, wir mussten ja damals eine Abschlussarbeit schreiben, hat dann einer der Teilemer Herrmann gesagt Ja alle schreiben über Jakobsweg Wir haben doch selber viele interessante Heilige.

00:19:56: Und da es die Ideen standen diesen St.

00:19:58: Rupert Pilgerweg eben anzugehen Wege zu markieren mit den Gemeinden, mit den Grundbesitzern zu sprechen.

00:20:08: Und es entstand ein ganz toller Weg wo eben Salzburg, Altötting, Beschusshofen unsere Gegend hier am Waagenger See auch grenzüberschreitend natürlich nach Österreich rein ja diesen Weg der diesen Heiligen vermittelt und stückweit aufleben lässt und auch die Heimatverbundenheit dadurch zeigt.

00:20:34: Wie lange ist dann, wenn Sie das anbieten eine Tour?

00:20:37: Also ich habe mal mehrtägige Wanderungen angeboten.

00:20:41: Aber es wurde immer ein bisschen holprig weil die Leute doch nicht übernachten wollten.

00:20:47: Darum bin ich wieder auf die Eintägigen zurückgekommen und gehe da so, siebzehn, achten, neunzehn Kilometer und suche mir eben schöne Abschnitte aus bei uns hier in der Gegend und biete das an.

00:21:01: über das Bildungswerk Ja und dann legen wir los meist um acht in der Früh, wo man einfach die Morgenfrische genießen kann.

00:21:10: Und so läuft ein Pilger-Tag

00:21:12: ab.

00:21:13: Ist es auch Ihre Erfahrung als langjährige Pilgerbegleiterin dass Pilgen wirklich Menschen auch verändert ihnen neue Kraft schenkt?

00:21:21: Also das es wirklich auch über den Tag hinaus etwas bringt?

00:21:26: Ja unbedingt die Tänzenkraft bekommen neue Energie.

00:21:32: Also ich habe schon den Eindruck, kommen auch viele immer wieder weil sie sagen das war einfach ein wunderbarer Tag anstrengend.

00:21:42: Mit neuen Erfahrungen mit frischen Gedanken und Impulsen.

00:21:47: da hab' ich was mitnehmen können.

00:21:49: ja das ist also ganz deutlich meine Erfahrung un mich inspiriert sehr selber auch die Gemeinschaft des Zusammens sein und es ist einfach ganz was Besonderes das Gemeinsame unterwegs sind.

00:22:01: Ja, was Elisabeth Kröbner leistet.

00:22:03: Das hört sich Herr Amann ja schon ziemlich professionell an.

00:22:06: Sie hat vor etwa zwei Jahrzehnten die Diözäsane Ausbildung zur Pilgerbegleiterin gemacht.

00:22:12: Was lernen denn Detailnehmenden dort?

00:22:15: Zunächst mal können wir sagen ... Der zieht sich über mehrere Monate im kommenden Jahr zum Beispiel von Februar bis Oktober.

00:22:21: Das ist doch eine lange Zeit.

00:22:24: Was bekommen Detailnehmen dort vermittelt?

00:22:28: Die ... Inhalte des Ausbildungs-Kürs ist ein ganz, ein großer Strauß der sich einem da auftut weil ganz viele verschiedene Qualifikationen natürlich damit einspielen.

00:22:43: Man muss erstens mal so einen Pilger Tag vorbereiten man muss dann eine Gruppe gut führen.

00:22:51: man muss spirituelle Angebote entlang des Weges dann

00:22:56: in

00:22:56: passender Weise gestalten.

00:22:59: Man muss eine ja vielleicht ein gewisse Methodenvielfalt einfach auch haben, damit Menschen mit ganz verschiedenen Zugängen einfach für sich dann etwas Passendes auch da finden.

00:23:11: Mit dem was sie etwas anfangen können und das ihnen hilft daran weiterzudenken und sich mit diesem Gedanken auf den Weg, auf den Weitrenn zu machen.

00:23:21: Und dann ist ein großes Feld natürlich auch Was Teil des Ausbildungskurses ist.

00:23:28: Wir lernen bei Doing einfach eigene Erfahrungen zu sammeln, weil wir dort ein ganzes Wochenende mit den Teilnimenten auf dem Weg sind und diese dann die Wege inhaltlich gestalten.

00:23:47: Zur Ausbildung gehört auch wahrscheinlich dein Final, die Teilnahme an mindestens einer begleiteten Pilvertour damit man doch auch ein bisschen Praxiserfahrung bekommt

00:23:57: Genau.

00:23:58: Die Teilnehmenden des Kurses, der Ausbildung arbeiten dann bei sich in der Region, bei sich am Ort oder wo sie einen passenden Weg für sich finden, die anspricht ein Pilgerangebot aus und bereiten das soweit vor.

00:24:16: Sie gestalten eine Ausschreibung und arbeiten den gesamten Weg so aus, sodass Sie dieses Angebot dann auch bei sich verordern direkt durchführen können.

00:24:27: Das heißt wir begleiten sie bei dieser Ausarbeitung ein Stück weit und geben dann einfach nochmal Rückmeldungen und so dass es für das erste Angebot der dort erarbeitet wird einfach noch mal eine gute Begleitung gegeben ist

00:24:43: Ja, und Claudia Portenkirchner hat vor kurzem so einen Kurs abgeschlossen.

00:24:48: Meine Kollegin Lüdja Jäger stellt Ihnen die frisch gebackene Pilgerbegleiterin vor!

00:24:53: Eigentlich kümmert sich Claudia Portenkirchna beim katholischen Bildungswerk Bechtesgadener Land um Zahlen und Finanzen.

00:25:00: Mittlerweile begleitet sie in ihrer Freizeit aber auch Menschen auf Pilgerwegen – Auslöser war ein Ausbildungsangebot.

00:25:07: Also durch die Arbeit im katholischen Bildungswerk bin ich darauf aufmerksam, dass es einen Kurs für spirituelle Bergbegleitung gibt.

00:25:15: Und das hat mich eigentlich sehr interessiert.

00:25:17: Der ist dann nicht zustande gekommen und der Cousine von mir ist auch Pilgerin und arbeitet mit ihr und macht einfach mal die Ausbildung zur Pilgerbegleiterin und siehst schonmal ob dir das überhaupt gefehlt.

00:25:32: Die hatte es in sich.

00:25:55: Zur Pega-Begleitung gehört weit mehr, als nur schöne Wanderwege auszuwählen.

00:26:01: Die Teilnehmenden lernen, Touren zu planen, Gruppen sicherzuführen und passende Impulse für unterwegs zu entwickeln.

00:26:08: Genau das setzt Claudia Portenkirchner inzwischen bei ihren eigenen Angeboten um.

00:26:14: So eine Auszeitwanderung ist für mich eher angesprochen... Frauen, die ziemlich viel meistern müssen mit Kinderhaushalt und Arbeit.

00:26:22: Und das ist hier, wenn sie einen Vormittag Zeit haben, da wirklich auf sich bis in den Können, auf das gewisse Ich zurückkommen und damit gestärkt werden, dass alles richtig ist, wenn man es macht.

00:26:32: Einfach so bisschen Achtsamkeit und Auszeit in der

00:26:35: Natur.".

00:26:36: Claudia Portenkirchners Pilgerangebot für Frauen kommt gut an!

00:26:40: Für den Herbst sind bereits weitere Halbtagestouren geplant.

00:26:44: Herr Ammann, lassen Sie uns noch einen Blick auf den Kurs im kommenden Jahr werfen.

00:26:48: Der geht im Februar los in Kloster-Scheiern im Norden unseres Erzbistums und Sie gehören zum Ausbilderteam.

00:26:56: Da geht es dann erst mal um Theorie – im Laufe des Jahres ändert sich das aber auch.

00:27:02: Wichtig ist noch bei dem sogenannten Praxisteil müssen einfach die Teilnementen auch einen Weg, weil das dann auch so der Umfang eines gewöhnlichen Pilger Tages oder die maximale Länge gewöhnlich so von zwanzig Kilometer auch bewältigen.

00:27:19: Das heißt, man muss eine gewisse Grundkondition einfach mitbringen.

00:27:23: und was wir eben sagen, damit man bereits eine gewissen Vorstellung hat sollten diejenigen, die sich dann wirklich für den Ausbildungskurs anmelden, bereits davor eine gestaltete Pilger-Tour besucht haben.

00:27:41: Das heißt daran teilgenommen zu haben, damit sie einfach auch mal so ein Angebot einfach vor Ort bereits erlebt haben bevor Sie sich dann selber zur Pilgerbegleitung qualifizieren.

00:27:53: Wenn jetzt eine Hörerin einen höherer Interesse und Lust bekommen hat am Diocesanen-Ausbildungskurs Pilger Begleitung teilzunehmen, kann er sich dafür noch bis Mitte November anmelden.

00:28:06: Ja, wenn Sie jetzt jemanden der noch nie gepilgert ist.

00:28:09: So was soll sie auch geben mit einem einzigen Satz oder zwei drei Sätzen neugierig aufs Pilger machen müssten?

00:28:16: Was würden Sie dem sagen?

00:28:18: Wie würden Sie den motivieren?

00:28:20: Zum Pilger-Tag ist einfach ein sehr kraftgebender inspirierender Tag, das eine gewisse Auszeit für mich jedes Mal bedeutet.

00:28:32: man kann auch sagen einen Stück weit gestaltete, orientierungsgebende Urlaubstag.

00:28:40: Wo man das für sich einfach so als Auszahlt und als Uralsentag erlebt und daraus einfach Kraft schöpfen kann draußen in der Natur zu sein.

00:28:52: Und natürlich wenn dann auch das Wetter mehr mitspielt ist es natürlich besonders schön.

00:28:57: aber genauso habe ich auch schon erlebt dass eben ist auch trotzdem Ein Erlebnis ist, wenn es wettermal nicht so optimal ist.

00:29:04: Wenn auch mal ein Schauer runtergeht und man dann auch als Gruppe spürt das Dreck der Stück weit, dann auch wenn man mal kurz mal abgeregnet wurde?

00:29:17: Und dann man einfach merkt, auch das ist ein Erlebnes was dazugehört.

00:29:22: Dieses reichhaltige Angebot zum Pilgern findet man ja bei ihm beim katholischen Bildungswerk Berchtes Gartner Land ganz einfach auf der Homepage beim Button Sinn und Orientierung oder so ist es wahrscheinlich am einfachsten?

00:29:35: Genau.

00:29:36: Wir haben ja eine Vielzahl von verschiedenen Themenfeldern, in denen wir Bildungsfahrangebote anbieten und im Bereich Sinn- und Orientierungen findet sich bei uns dieses Angebot der geführten bzw begleiteten Pilger Tagen.

00:29:55: Ja, man dann bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen dass Sie heute bei uns im Studio waren das Pilgerangebot des katholischen Bildungswerks Berchtesgarnerland vorgestellt haben und alles, was drumherum dafür noch wichtig ist.

00:30:08: Und natürlich nochmal herzliche Einladungen an alle die jetzt zugehört haben selber mitzumachen und sich vielleicht überlegen ob man nächstes Jahr nicht dabei sein will beim Dietsusahnen-Ausbildungskurs?

00:30:19: Pilgerbegleitung!

00:30:20: Herrmann, herzlichen Dank!

00:30:21: Petition.

00:30:22: Am Mikrofon verabschiedet sich Paul Hasel.

00:30:27: Das war unschlagbar.

00:30:28: der Podcast für Bildung, Glaube und Gesellschaft.

00:30:31: Eine Produktion des MKR im Auftrag des St.

00:30:34: Michaelsbund.

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